Naish Javelin X26 LE (12’6″) / Kurzvorstellung

Seit ein paar Tagen sind sie da, die neuen Naish Raceboards. Besonders gespannt waren wir auf das Naish Javelin X26 LE 12’6″ das es für 2014  nun auch in einer breiteren Version (X26) gibt. Dabei bedeutet X 26 ein Plus an Breite, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt sind wir dann bei 26′ Breite. Ansonsten ist in Sachen Bauweise wohl alles beim Alten geblieben, nach wie vor ist das Teil ultra leicht und zu 100% aus Carbon, da lacht das Herz des Technikfreaks und Racers. Da das erste Board mein ganz persönlicher Race Begleiter werden soll, gibt es also in Sachen Material schon mal keine Ausreden.

Schon beim ersten Auspacken fällt auf wie leicht das neueste Naish Javelin Board ist ( ca. 9,7kg). Die Optik ist sicher gewöhnungsbedürftig, matt gelb brushed mit durchscheinendem Carbon. Das ganze schaut aus als wäre jemand beim Schleifen des Boards nicht ganz fertig geworden ist aber ein Tribut an das Gewicht, schöne Deckschichten wiegen halt. Auf den Bildern erhält man denke ich einen ersten Eindruck.

Naish Javelin X26 LE 12'6"

Naish Javelin X26 LE 12’6″

Entlüftung Naish Javelin

Entlüftung Naish Javelin

Finne 9,5' Naish Javelin 12'6" LE X26

Finne 9,5′ Naish Javelin X26 LE 12’6″

Der erste Test erfolgte auf dem fast windstillen See. Was schon bei den ersten Paddelschlägen auffällt ist extrem widerstandsarme Auslegung. Bei glattem Wasser erzeugt das Board so gut wie keine Plätscher-Geräusche die schon mal ein erstes Anzeichen für Verluste sind. Außerdem gleitet das Board hervorragend durch, so dass man zwischen den Paddelschlägen fast keine Geschwindigkeitsänderung spürt, hört man auf zu Paddeln gleitet das Javelin scheinbar endlos weiter. Die ersten flotteren Paddeleinheiten bestätigen den ersten Eindruck, das Teil ist sehr schnell und effektiv.

 

SUP Winterausrüstung getestet auf Naish Javelin 12'6" LE

SUP Winterausrüstung getestet auf Naish Javelin X26 LE 12’6″

 

 

SUP Winterausrüstung Teil 2

Nach unserem Test zur SUP Winterausrüstung nun noch ein paar Impressionen

 

SUP Winterausrüstung Camaro

SUP Winterausrüstung Camaro

SUP Winterausrüstung getestet auf Naish Javelin 12'6" LE

SUP Winterausrüstung getestet auf Naish Javelin 12’6″ LE

So und zum Abschluss noch ein kurzes Test Video, wie Ihr sehr ist alles Dicht, das klappt aber nur wenn Hose und Dry Top richtig passen.
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Holz Surfboard Bau Nose und Tail Block

Bevor Ihr nun mit der Beplankung weitermacht solltet Ihr euch Gedanken über Nose und Tail eures Designs für das Holz Surfboard machen.

Je nach Formgebung und Stabilitätsansprüchen könnt Ihr entweder nun direkt beplanken oder zusätzlich einen Nose – Tail Block einbauen. Ich empfehle das Zweite. Der Block in Nose und Tail erleichtert das Arbeiten enorm und bringt viel Stabilität, zudem werdet Ihr ein damit verstärktes Board nicht so schnell beschädigen. Die einzubauende Verstärkung sollte entweder aus leichtem Balsaholz, Paulownia oder Hartschaum sein, je nach dem wie puristisch man den Holz Surfboard Bau gestalten möchte. Wir haben auf den Bildern Hartschaum verwendet, das hat sich auf den Fotos gut gemacht und lässt sich sehr leicht bearbeiten.

 

Tail Block Fish Design

Holz Surfboard Tail Block Fish Design

Dazu sägt Ihr aus dem jeweiligen Material die Form des Tails bzw. der Nose aus. Vorsicht, wir bauen ja später noch ein Rail aus Kork, d.h. ihr müsst von eurer endgültigen Outline des Holz Surfboards die Dicke des Kork Rails abziehen und die sich daraus ergebende Kontur aufzeichnen. Mit einem CAD Tool ist das einfach möglich, geht aber auch gut mit der Hand und einer Kurvenschablone. Wir haben z.B. für alle unsere Boards Templates aus Sperrholz mit denen sich die Konturen sauber übertragen lassen. Auf dem Foto seht ihr Railseitig zwei Linien. Die innere ist die Schnittkontur für den Zuschnitt des Klotzes die Äußere haben wir nur mal aufgemalt um darzustellen wie das Ganze dann incl. Korklrails aussieht. Ist natürlich nicht notwendig, und sollte nur der besseren Darstellung dienen.

Der in Form gesägte Klotz wird dann mit Epoxy am Frame verklebt und danach in Kontur (Bottom  / Deck) verschliffen. Die Kontur muss gut passen, da später eure Beplankung direkt auf dem Füllklotz verleimt wird.

Tail Block Fisch Design Finished

Tail Block Fisch Design Finished

Surfboard Nose

Surfboard Nose

Wenn Ihr ohne Nose und Tail Block bauen wollt könnt Ihr diesen Schritt überspringen und gleich den Nächsten Abschnitt „Montage des Rail Base“ ansteuern.

Für das Verkleben der Füllblöcke verwenden wir immer 5min Epoxy, die Festigkeit reicht in diesem Fall auf jeden Fall und es hat den Vorteil das man nicht umständlich mit Zwingen etc. arbeiten muss sondern das Teil einfach für ein paar Minuten  mit der Hand in Position hält.

 

 

SUP Winterausrüstung

Man kann ja über den Winter 2013/2014 denken was man will Fakt ist jedoch dass sich die sonst übliche Eisschicht auf unseren Gewässern im Süddeutschen Raum rar macht und auch die Temperaturen zum ein oder anderen SUP Paddeltag einladen.

Auch wenn die Außentemperaturen mit 10 Grad und mehr schon mal sehr verlockend sein können sollte man jedoch nicht vergessen das eine Wassertemperatur <5° schon eine Gefahr darstellt. Schon deshalb ist Winterpaddeln wirklich nur etwas für den erfahrenen SUPer. Nun wäre es natürlich verlockend „frei nach dem Motto ich falle schon nicht ins Wasser“ eine Schicht Fleece Klamotten und dann z.B. eine Gore Jacke und Hose zu tragen. Da man jedoch auch bei noch so viel Übung nie ganz sicher Sein kann rate ich davon dringend ab. Selbst wenn ihr es nach einem eisigem unfreiwilligen Bad noch ans Land schafft, ist es dennoch sehr unschön und gefährlich bei niedrigen Außentemperaturen nass noch eine halbe Stunde oder mehr Rückweg vor sich zu haben.

Die klassische Lösung des Problems heißt bekanntlich Neoprenanzug.  Wer es schon mal probiert hat wird schnell feststellen das diese Anzüge beim Stand up Paddling nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Entweder man friert gerade wenn ein kühler Wind weht oder das anstrengende Paddeln lässt einen im Neopren ordentlich dampfen.

Wir haben über die letzten Jahre viel probiert. Dünne Neos mit Jacke, dicke winddichte Anzüge, Trockenanzüge, was es halt so gibt und waren dennoch nicht wirklich zufrieden. Am angenehmsten ist noch der Trockenanzug, leider sind die Teile aber nicht wirklich ergonomisch fürs Paddeln geschnitten.

Da wir seit der Paddel Expo im Herbst auch mit Camaro zusammenarbeiten haben wir uns einmal bei den „echten“ Paddlern umgesehen.  Wildwasserkanuten nutzen in der kalten Jahreszeit gerne sogenannte Trocken Tops, quasi eine dreilagige atmungsaktive wasserdichte Jacke mit Trockenmanschetten. In Kombi mit der Spritzdecke des Kajaks eine absolut dichte Sache. Das gleiche gibt es in der Kombi Hose + Jacke/Top auch im Segelbereich für die kalte Jahreszeit. Die von uns getestete und für gut befundene Kombi ist eine Camaro Storm Pants aus dem Segelbereich, kombiniert mit einem Camaro Touring Dry Top aus dem Kajaksport. Das Koru Surf Test Team war von der Kombi überzeugt. Das Dry Top ist super leicht bietet sehr viel Bewegungsfreiheit und ist bequem zu tragen. Neben den bei Trockenanzügen auch üblichen Arm und Halsmanschetten gibt es an der Jacke noch eine Bauchmanschette sowie einen Klettbund um die Bauchmanschette in der Weite optimal anzupassen.

 

Camaro Touring Dry Top

Camaro Touring Dry Top

Camaro Storm Pants

Camaro Storm Pants

 

Die Hose ist aus deutlich festerem Material und fast unverwüstlich und dichtet nach außen ebenfalls über eine Hüftmanschette sowie Beinabschlüssen ab.

Im Test zeigt sich das die Jacke sehr gut atmet und man selbst bei Race Tempo nur an den Neoprenabschlüssen schwitzt. Wir haben klassische Skiunterwäsche darunter getragen und haben auch bei 5°C nicht gefroren, praktisch lässt sich aber auch ein Fleece als wärmere Schicht nutzen je nach Aktivitätslevel. Die Hose atmet erwartungsgemäß nicht ganz so gut aber immer noch ausreichend. Wir haben bei unserem Test bewusst Race Tempo angeschlagen und selbst bei diesen Belastungen bleibt das Klima in dieser Kombi sehr angenehm. Wichtig ist beim Anziehen das die Hosen Beinmanschette auf jeden fall unter die Neoprenschuhe muss, höchstens ihr habt Trockenschuhe, sonst läuft das Wasser durch die Schuhe in die Hose, das gleiche gilt für die Handschuhe auch die müssen über die Jackenmanschette.

Diese Kombi hat ganz nebenbei den Vorteil das lästiges umziehen in der Kälte entfällt, denn ihr habt ja kuschelige Fleece Klamotten unter dem Anzug an die ihr bereits Daheim im Warmen anziehen könnt, am Wasser schlüpft man dann einfach noch in die Hose und Jacke und los geht es.

Für die Übergangszeit oder bei Windigem Wetter ist die Jacke sicher auch ohne Hose eine gute Wahl. Falls Ihr Interesse habt könnt Ihr die Kombi über Koru-Surf-Shop.com beziehen

Demnächst gibt es dann noch ein Testvideo.

 

Holz Surfboard Bau „Beplankung 1“

Nach dem nun unser Frame das Herzstück eines Holz Surfboards fertig gestellt ist und ihr zumindest eine Helling erstellt habt kann es fasst schon ans Beplanken gehen. Für die Beplankung des Surfboard Decks sowie des Bottoms benötigen wir wie bereits im Material Teil beschrieben die entsprechenden Leisten. Die Leisten sollten 5-6mm stark sein. Die Breite hängt vor allem davon ab wie komplex eure Deck und Bottom Kontur ist. Wenn ihr ein Surfboard in Holzbauweise mit starker Deckwölbung und Konkaven im Bottom baut sollten die Leisten max. 18mm breit sein, andernfalls werdet ihr nur mit viel Aufwand eine saubere gleichförmige Oberfläche erstellen können.

Wir schneiden aus einer 18mm Paulownia Leim Holz Platte die Streifen auf einer Tischkreissäge in 6mm stärke. Wenn ihr mit einer Tischkreissäge nicht vertraut seid solltet ihr das allerdings besser lassen und fertige Leisten kaufen. Das hantieren mit der Säge ist gerade beim schneiden von dünnen Leisten nicht ungefährlich. Je gleichförmiger eure Leisten geschnitten sind (Dickenschwankung) desto weniger müsst ihr später hobeln und schleifen.

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Die geschnittenen oder gekauften Leisten klebt ihr zur Lagerung am besten mit Kreppband zu kleineren Bündeln zusammen so verziehen sie sich nicht.

Des weiteren benötigt Ihr für die nächsten Schritte eine genügend große Anzahl Schraubzwingen. Mindestens so viele wie Ihr Spanten für euer Board verwendet plus 2 Zwingen für Tail und Nose. Hilfreich sind auch zusätzlich 5-10 Einhand-Zwingen mit Federspannung, mit diesen lässt sich schnell mal eine Leiste provisorisch befestigen bis die Zwingen dann sauber positioniert sind.

 

Koru Surf SUP and Surf News im Februar

Besucht uns auf unserer Facebook Seite (Korusurf) dort findet Ihr weitere Infos zu SUP & More. Wir teilen sehenswerte Beiträge und freuen uns auf eure Postings!

Schaut mal rein, zum Beispiel haben wir aktuell den Quality Check der ISUP’s von Red Paddle eingestellt, sehenswert !

Koru Surf Facebook

Holz Surfboard Bau “ Bau einer Helling“

Nach der Erstellung des Frames wollen wir erst mal einige Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise anstellen. Um am Ende ein Verzug freies Holz Surfboard zu erhalten benötigen wir spätestens jetzt eine stabile ebene Arbeitsunterlage sowie eine Helling. Als Arbeitsunterlage bieten sich z.B. MDF oder dickere Spanplatten an die auf einem Rahmen aus massiven Kanthölzern ( z.B. 100×50 mm ) verschraubt werden. So aufgebaut wird eure Arbeitsunterlage auch dann nicht nachgeben wenn ihr z.B. beim Spannen von Bauteilen Kraft in die Unterlage einleitet.

Bauunterlage

Bauunterlage

Des weiteren empfiehlt es sich den Aufbau auf einer Helling fortzusetzen. In der einfachsten Form sind das Leisten die an den Spanten das Frame unterstützen. Diese müssen genau so dick sein das sie den Rocker am jeweiligen Spant ausgleichen. Da ihr das Board ja von oben und von unten beplankt benötigen wir diese Unterlagen auch für das auf dem Deck liegende Board.

Auf dem Bild seht Ihr die provisorische Helling aus einem anderen Wood Surfboard Projekt.

Vereinfachte Surfboard Helling

 
Vereinfachte Surfboard Helling

Eine derartige Hilfshelling hat aber viele Nachteile. Zum einen müsst ihr während des Baus beim wenden des Boards immer umständlich die Helling um schrauben, zum anderen bietet eine solche Helling wenig Platz um die Beplankungsleisten sauber zu spannen. Deshalb würde ich eine etwas aufwendigere Variante empfehlen. Diese Helling entsteht aus Gewindestangen die in der Bauplatte verschraubt werden sowie Querträgern welche sich dann über die Gewindestangen mittels Muttern in der Höhe verstellen lassen. Mit dieser Konstruktion könnt ihr zum einen das Board deutlich höher positionieren, was Platz für die Zwingen schafft, und die Helling lässt sich wunderbar an jede beliebige Rockerkurve anpassen.

Holz Surfboard Bau Helling

Helling 2 Helling 1

Die Abstände der Stützlatten entsprechen den Abständen der Spanten, so dass jeder Spant direkt unterstützt wird und beim Spannen der Beplankungsleisten die Kraft der Zwingen über die Spanten in die Stützlatten eingeleitet wird. Diese Anordnung ist wichtig denn dadurch vermeidet Ihr Verzug.

Ist eure Helling so weit aufgebaut solltet Ihr diese so einstellen das dass Board erst einmal auf dem Bottom liegt und alle Spanten sauber unterstütz sind. Die Nose sowie das Tail sollten ca. 5-10cm über der Arbeitsplatte den niedrigsten Punkt bilden.

 

 

 

 

 

 

 

Pimp Up your Alu/Kunststoff Paddel

Für viele SUPer ist das kostengünstige ALU Paddel mit Kunststoffblatt das erste Paddel der SUP Karriere. Die meisten dieser Paddel, z.B: ältere Produkte von Naish, BIG, NSP oder günstige no Name Paddel sind aber aus meiner Sicht nicht sehr gut geshaped und verschenken so viel Performance. Sicher ist ein Top Carbonpaddel alleine schon in Sachen Steifigkeit und Dynamik einem ALU/Kunststoffpaddel überlegen, dennoch lässt sich auch aus diesem mit etwas Mühe deutlich mehr Leistung herausholen. Dazu nehmen wir uns das Paddelblatt vor und verändern den Shape des Blattes. Im Auslieferungszustand haben die ALU/Kunststoff Paddel meist ein sehr großes Paddelblatt mit breitem Blatt. Dies führt zum einen dazu, dass man sehr schnell ermüdet und die Paddelschlagzahl sehr niedrig bleibt zum anderen unterschneiden diese Paddel gerne. Wer einmal versucht hat mit solch einem Paddel eine große Strecke zurückzulegen oder noch schlechter, eine etwas größere Welle anzustarten der weiß wovon ich spreche. In der zu sehenden optimierten Variante geht das deutlich geschmeidiger und ganz neben bei fällt bei etwas weniger Druck im Paddel auch die reduzierte Steifigkeit des Alu Schaftes weniger auf. Das Paddel lässt sich durch die Runde Outline sauber aus dem Wasser lösen, auch beim Konterschlag. Durch die deutlich verkleinerte Fläche wird das Paddeln viel Kraftsparender und effizienter ohne an Geschwindigkeit einzubüßen. Genauso lässt sich mit einem entsprechenden Template ein Standardpaddel einfach als Frauenpaddel modifizieren. Benötigt wird dazu nur eine Säge (Stichsäge mit feinem Blatt oder Japan Handsäge), eine Raspel, eine feine Feile, sowie Schleifpapier von 80er Körnung bis 400 und idealerweise ein Schraubstock sowie eine Papierschablone des Shapes als Vorlage .Dann einfach die Outline vom Template übertragen und aussägen, mit der Raspel / Feile ebnen und abschließend mit Schleifpapier glätten. Wer vorsichtig arbeitet sollte nach ca. 30min ein perfekt modifiziertes Paddel haben. Wer einen guten Paddelshape nicht erst entwickeln will kann gerne über uns ein Template erhalten (gegen Erstattung des Briefporto).
Bitte diese Modifikation nur an Spritzgusskunststoffblättern vornehmen. Nicht an GFK- oder Carbonblättern vornehmen, diese können auf Grund des Materials sowie des Aufbaus nicht verändert werden und werden durch eventuelle Säge- und Schleifaktionen zerstört.

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

Holz Surfboard Bau „Building the frame“

Im kommenden Arbeitsschritt werden wir aus den Einzelteilen das Frame des Boards erstellen. Solltet Ihr den Stringer ohne Erleichterungsbohrungen gebaut haben müsst Ihr nun noch mindestens eine Bohrung mind. 10mm möglichst im Zentrum setzen. Auf Grund der Hohlkörper Bauweise unseres Holz Surfboards benötigen wir zwingend eine Entlüftung. Diese Bohrung wird dazu benötigt für die spätere Entlüftung des Surfboards die beiden Hohlräume rechts und links des Stringers zu verbinden, entlang der Outline übernehmen diese Funktion dann die Erleichterungsbohrungen in den Spanten.

Ist dies erledigt können die Spanten mit dem Stringer verleimt werden, dazu verwenden wir einen Wasserfesten Holzleim.  Zum Verleimen könnt ihr entweder gleich eine Helling erstellen ( Beschreibung einer einfach aufzubauenden flexiblen Helling gibt es im nächsten Beitrag ) oder ihr arbeitet wie auf den Fotos zu sehen mit Holzklötzen als Unterlage.

Behelfshelling

Behelfshelling

Wichtig ist das die Spanten exakt rechtwinklig zum Stringer verleimt werden, zur Kontrolle verwendet man am besten einen großen Aluwinkel.

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Möglicherweise ist euer Stringer leicht verzogen weil ihr das Holz nicht gerade gelagert habt oder noch Eigenspannungen im Holz sind. Dann schaut das Ganze aus wie auf dem Foto zu sehen, das stört aber erst einmal gar nicht, solange Ihr die Winkeligkeit der Spanten zum Stringer sicherstellt. Später werden wir das Spantengerüst auf der Helling ausrichten.

Verleimter Spantensatz

Verleimter Spantensatz

Wenn alle Spanten verleimt sind sollte das Ganz am besten über Nacht trocknen. Der wasserfeste Leim (z.B. Ponal) zieht zwar schnell an, benötigt für seine volle Festigkeit aber seine Zeit.

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Cutting the frame 1“

Kommen wir zu den ersten Schritten. Ihr habt einen Plan und bereits die Spanten sowie den Stringer aufgezeichnet oder ausgedruckt und die Kontur ausgeschnitten. Um die Kontur sauber auf das Holz zu übertragen bietet es sich an die Konturen auf Karton oder dünnes z.B. 0,4mm-0,6mm Sperrholz zu übertragen. Diese Schablone könnt Ihr dann auf das Sperrholz für den Stringer und die Spanten auflegen und sauber die Kontur übertragen. Ich würde ausdrücklich davon abraten mit  ausgeschnittenen Papier Schablonen zu arbeiten, da diese sich beim Auflegen und Nachzeichnen verziehen und die Kontur entsprechend ungenau wird.

Wir verwenden für den Stinger 8mm Sperrholz und für die Spanten 5mm oder 6mm Sperrholz, je nach Boardgröße. Für den von uns gebauten 6‘4“er Fish reicht 5mm gut aus.

Die aufgezeichneten Spanten werden dann mit der Stichsäge oder mit der Hand ausgesägt, ebenso der Stringer. Habt Ich mit einem CAD Programm gearbeitet wird das Programm den Spant incl. der Rail Kontur ausgeben. Da wir später aber mit einem Korkrail arbeiten müssen wir die Spanten an beiden Seiten um die Dicke des Rails kappen. Damit genug Railbreite zum Shapen bleibt empfehle ich 4cm an jeder Seite Platz für den Kork zu schaffen.

Railbreite

Beim Stringer kann man entweder die komplette Kontur auf einmal ausschneiden, das erfordert natürlich ein entsprechend langes Stück Sperrholz, oder man schneidet 2 Teile ( macht Sinn da Sperrholzplatten oft in der Länge 1m oder 1,2m angeboten werden ). Die Zwei Teile werden dann durch Schäften aneinander gesetzt. Schäften bedeutet Ihr schneidet eine entsprechend gleiche Schräge an die Einzelteile so dass diese dann weiter überlappen (auf dem Bild habe ich diese Stelle zur besseren Sichtbarkeit schwarz markiert, eine sauber geschäftete Stelle könnt ihr am fertigen Teil kaum noch erkennen). Am besten geling dies in dem man beide Teile übereinander Spannt und mit einer Japansäge einen Schnitt entlang der Schäftungsline durch beide Teile macht.

Schäftung

Sind Stringer und Spanten ausgesägt gilt es diese sauber zu verschleifen, dazu eignet sich ein Handschleifer mit mind. 20cm Länge. Dabei solltet ihr immer vollständig je über die Deck- oder Bottomcontur ziehen um Unebenheiten zu vermeiden. Egal was ihr alles an eurem zukünftigen Board schleift macht immer lange gleichmäßige Schleifbewegungen. Surfboard Konturen sollten immer harmonisch sein, wer punktuell schleift wird lokal Unebenheiten erzeugen. Lasst euch also nicht verlocken auf die Schnelle lokal z.B. eine Erhöhung zu beseitigen, das wird euch später viel Arbeit kosten, wenn der Schaden dann überhaupt noch zu begleichen ist.

So sollte dann euer Spannt aussehen, in diesen Bildern schon mit den Erleichterungsbohrungen die im nächsten Kapitel dran kommen. Gut zu sehen auch die Doppel Konkave im Bottom.

DSC_6236 DSC_6235

Nun solltet Ihr sauber verschliffene Spanten sowie einen Stringer vor euch haben. Als nächstes werden die Positionen der Spanten angezeichnet. Dabei sollten die Spanten immer senkrecht zur Tangente der Bottom Kontur des Stringers an der Stelle XY sein damit diese später gut mit den Deck und Botton Leisten verkleben. Als Referenz nehmen wir deshalb die Bottom Kontur, da diese stärker gekrümmt ist und dort es eher zu Abweichungen kommt.