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Holz Surfboardbau „Beplankung 2“

Nach dem Ihr nun viele, viele Leisten verleimt habt solle das Deck und der Botton nun beplankt sein. Je sauber Ihr gearbeitet habt desto weniger Schleifarbeit werdet Ihr später haben. Idealerweise sollte die Oberfläche bereits glatt sein wie auf den Fotos,

Sufboard Deck Beplankung

Sufboard Deck Beplankung

Sufboard Deck Beplankung vor dem Finishen

Sufboard Deck Beplankung vor dem Finishen

Holz Surfboard Deck beplankt

Holz Surfboard Deck beplankt

Ein Tipp noch zu den Leisten. Wenn Ihr ein Board z.B. mit starker Deckwölbung oder Konkave baut müsst Ihr die Leisten in diesem Bereich an den Stoßkanten an schrägen. Das ist wichtig um eine saubere Passung der Leisten aneinander zu erhalten und vor allem um zu vermeiden das beim Finishen mit dem Hobel sowie mit dem Schleifklotz nicht Spalten entstehen. Ab nun ist auch Vorsicht beim Spannen des Boards und beim Handling geboten, alle Dellen und Macken die Ihr jetzt in die Oberfläche macht sind nur schwer wieder zu entfernen und bedeuten viel Arbeit.

 

Holz Surfboard Bau „Beplankung 1“

Nach längerer Pause geht es nun weiter mit dem Baubericht. Aktuell ist die SUP Saison mit Kursen und Verkauf voll im Gange da bleibt leider wenig Zeit für das Schreiben.

Nach dem nun das Rail Base verleimt ist und ihr auch die beiden Blöcke in der Nose und im Tail an die Rockerline angepasst habt geht es ans beplanken. Möglicherweise zeigt euer Rohling nun etwas Verzug, das ist ganz normal  und nicht weiter schlimm. Beim Beplanken werden wir das Board mit der Heling verspannen so das ihr am Ende ein perfekt Verzug freies Board erhaltet. Voraussetzung ist immer eine sauber ausgerichtete Heling, also lieber zwischen durch mal nachkontrollieren.

Für das beplanken nehmt ihr eure zurechtgeschnittenen Streifen zur Hand und beginnt auf der Oberseite in der Mitte und arbeitet euch symmetrisch nach außen vor. Dabei müsst ihr nicht immer genau je eine Leiste rechts und links anfügen sondern könnt im Wechsel arbeiten. Wir kleben meist 2-3 Leisten auf einer Seite in einem Schritt. Verleimt wird mit Holzleim, gespannt wird mit Zwingen. Wichtig ist dabei das die Leisten nicht nur sauber gegen die Spanten gepresst werden sondern auch in Längsrichtung an die vorherige Leiste. die Zwinge stütz sich immer unten an der Heling Querleiste ab, damit vermeidet ihr Verzug.

Beplankung Spannen im Detail

Beplankung Spannen im Detail

Beplankung Spannen

Beplankung Spannen

Auch die Verleimung am Tail und an der Nose auf den Füllstücken kann mit Holzleim erfolgen. Der Leim benötigt zwar auf dem Hartschaum etwas länger zum Trocknen hält aber ausgezeichnet.

Beplankung im Tail Bereich

Beplankung im Tail Bereich

 

Beplankung teilweise aufgebracht

Beplankung teilweise aufgebracht

Nach je 10-12 Leisten solltet Ihr das Baord wenden, dazu müsst Ihr eure Heling um justieren auf den Deckrocker. dann verleimt Ihr auf der Unterseite die Beplankung in gleicher Art und Weise wie auf dem Deck.

Holz Surfboard Bau „Montage des Rail Base“

Nach dem euer Holz Surfboard Frame nun Ausgerichtet ist und Ihr den Nose und Tail Block in der Outline in Form geschliffen habt gilt es das Surfboard Rail Base zu erstellen.

Dazu verwenden wir Biegesperrholz. Biegesperrholz ist wie gewöhnliches Sperrholz aus Schichten verleimt, dabei ist die Faserrichtung der einzelnen Schichten jedoch gerichtet und quer zur Biegerichtung. D.h. Beim Kauf auf die Faserrichtung achten, diese wird immer mit angegeben. Wir verwenden 3mm Biegesperrholz, das reicht völlig das es lediglich die Basis für die Kork Rails darstellt und keine größeren Belastungen aushalten muss. Das Biegesperrholz muss für die bei einem Surfboard üblichen Biegeradien nicht angefeuchtet oder mit Dampf verarbeitet werden.

Nun benötigt ihr einen Streifen Sperrholz für jede Seite, dieser muss quasi die Abwicklung der Rockerline über die Outline darstellen. Wenn Ihr nur einen geraden Streifen schneidet kann dieser nicht dem Rocker Folgen, also Vorsicht!

Die Sperrholzstreifen werden nun am Frame verleimt, dies sollte weitgehendst spannungsfrei erfolgen damit kein Verzug ins Rail kommt oder die Rail-Kontur später Dellen zeigt. Am besten man verwendet zum Verkleben angedicktes Harz und hält das Rail wie dargestellt mit Holzresten und Zwingen in Form.

Surfboard Nose Block mit Rail Base

Surfboard Nose Block mit Rail Base

Ist die Verklebung fest, muss der Überstand abgeschliffen werden so das dass Rail der Rockerline folgt. Dazu solltet Ihr einen langen Schleifklotz verwenden und diesen immer über große Bereiche führen, so vermeidet Ihr punktuelle Unebenheiten

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FrancA Surfboard Moro 6’4″ – Handmade Wooden Surfboards

Ich habe den Winter wieder mal fürs kreative Schaffen genutzt und deshalb wird ab Mai 2014 ein neuer Surfboard Shape das Portfolio von FrancA Surfboards ergänzen. Natürlich handelt es sich dabei wieder um ein „Handmade Wooden Surfboard“ .

Beim Moro 6’4″ handelt es sich um modifiziertes Retro Fish design. Wir haben dem Board etwas mehr Nose Rocker mitgegeben so dass auch hole Beachbreaks kein Problem sind. Ebenso gibt es viel Tail Rocker und harte Rails im hinteren drittel für enge kraftvolle Turns. Das Board hat einen klassischen Twin Finnen Setup, eine leichte Single Concave im Nosebereich die dann in eine tiefe Double Concave übergeht. Ausgerüstet ist das Board mit klassischen Retro Twin Fins und FCS System.

 

 

 

Holz Surfboard Bau Nose und Tail Block

Bevor Ihr nun mit der Beplankung weitermacht solltet Ihr euch Gedanken über Nose und Tail eures Designs für das Holz Surfboard machen.

Je nach Formgebung und Stabilitätsansprüchen könnt Ihr entweder nun direkt beplanken oder zusätzlich einen Nose – Tail Block einbauen. Ich empfehle das Zweite. Der Block in Nose und Tail erleichtert das Arbeiten enorm und bringt viel Stabilität, zudem werdet Ihr ein damit verstärktes Board nicht so schnell beschädigen. Die einzubauende Verstärkung sollte entweder aus leichtem Balsaholz, Paulownia oder Hartschaum sein, je nach dem wie puristisch man den Holz Surfboard Bau gestalten möchte. Wir haben auf den Bildern Hartschaum verwendet, das hat sich auf den Fotos gut gemacht und lässt sich sehr leicht bearbeiten.

 

Tail Block Fish Design

Holz Surfboard Tail Block Fish Design

Dazu sägt Ihr aus dem jeweiligen Material die Form des Tails bzw. der Nose aus. Vorsicht, wir bauen ja später noch ein Rail aus Kork, d.h. ihr müsst von eurer endgültigen Outline des Holz Surfboards die Dicke des Kork Rails abziehen und die sich daraus ergebende Kontur aufzeichnen. Mit einem CAD Tool ist das einfach möglich, geht aber auch gut mit der Hand und einer Kurvenschablone. Wir haben z.B. für alle unsere Boards Templates aus Sperrholz mit denen sich die Konturen sauber übertragen lassen. Auf dem Foto seht ihr Railseitig zwei Linien. Die innere ist die Schnittkontur für den Zuschnitt des Klotzes die Äußere haben wir nur mal aufgemalt um darzustellen wie das Ganze dann incl. Korklrails aussieht. Ist natürlich nicht notwendig, und sollte nur der besseren Darstellung dienen.

Der in Form gesägte Klotz wird dann mit Epoxy am Frame verklebt und danach in Kontur (Bottom  / Deck) verschliffen. Die Kontur muss gut passen, da später eure Beplankung direkt auf dem Füllklotz verleimt wird.

Tail Block Fisch Design Finished

Tail Block Fisch Design Finished

Surfboard Nose

Surfboard Nose

Wenn Ihr ohne Nose und Tail Block bauen wollt könnt Ihr diesen Schritt überspringen und gleich den Nächsten Abschnitt „Montage des Rail Base“ ansteuern.

Für das Verkleben der Füllblöcke verwenden wir immer 5min Epoxy, die Festigkeit reicht in diesem Fall auf jeden Fall und es hat den Vorteil das man nicht umständlich mit Zwingen etc. arbeiten muss sondern das Teil einfach für ein paar Minuten  mit der Hand in Position hält.

 

 

Holz Surfboard Bau „Beplankung 1“

Nach dem nun unser Frame das Herzstück eines Holz Surfboards fertig gestellt ist und ihr zumindest eine Helling erstellt habt kann es fasst schon ans Beplanken gehen. Für die Beplankung des Surfboard Decks sowie des Bottoms benötigen wir wie bereits im Material Teil beschrieben die entsprechenden Leisten. Die Leisten sollten 5-6mm stark sein. Die Breite hängt vor allem davon ab wie komplex eure Deck und Bottom Kontur ist. Wenn ihr ein Surfboard in Holzbauweise mit starker Deckwölbung und Konkaven im Bottom baut sollten die Leisten max. 18mm breit sein, andernfalls werdet ihr nur mit viel Aufwand eine saubere gleichförmige Oberfläche erstellen können.

Wir schneiden aus einer 18mm Paulownia Leim Holz Platte die Streifen auf einer Tischkreissäge in 6mm stärke. Wenn ihr mit einer Tischkreissäge nicht vertraut seid solltet ihr das allerdings besser lassen und fertige Leisten kaufen. Das hantieren mit der Säge ist gerade beim schneiden von dünnen Leisten nicht ungefährlich. Je gleichförmiger eure Leisten geschnitten sind (Dickenschwankung) desto weniger müsst ihr später hobeln und schleifen.

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Die geschnittenen oder gekauften Leisten klebt ihr zur Lagerung am besten mit Kreppband zu kleineren Bündeln zusammen so verziehen sie sich nicht.

Des weiteren benötigt Ihr für die nächsten Schritte eine genügend große Anzahl Schraubzwingen. Mindestens so viele wie Ihr Spanten für euer Board verwendet plus 2 Zwingen für Tail und Nose. Hilfreich sind auch zusätzlich 5-10 Einhand-Zwingen mit Federspannung, mit diesen lässt sich schnell mal eine Leiste provisorisch befestigen bis die Zwingen dann sauber positioniert sind.

 

Holz Surfboard Bau “ Bau einer Helling“

Nach der Erstellung des Frames wollen wir erst mal einige Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise anstellen. Um am Ende ein Verzug freies Holz Surfboard zu erhalten benötigen wir spätestens jetzt eine stabile ebene Arbeitsunterlage sowie eine Helling. Als Arbeitsunterlage bieten sich z.B. MDF oder dickere Spanplatten an die auf einem Rahmen aus massiven Kanthölzern ( z.B. 100×50 mm ) verschraubt werden. So aufgebaut wird eure Arbeitsunterlage auch dann nicht nachgeben wenn ihr z.B. beim Spannen von Bauteilen Kraft in die Unterlage einleitet.

Bauunterlage

Bauunterlage

Des weiteren empfiehlt es sich den Aufbau auf einer Helling fortzusetzen. In der einfachsten Form sind das Leisten die an den Spanten das Frame unterstützen. Diese müssen genau so dick sein das sie den Rocker am jeweiligen Spant ausgleichen. Da ihr das Board ja von oben und von unten beplankt benötigen wir diese Unterlagen auch für das auf dem Deck liegende Board.

Auf dem Bild seht Ihr die provisorische Helling aus einem anderen Wood Surfboard Projekt.

Vereinfachte Surfboard Helling

 
Vereinfachte Surfboard Helling

Eine derartige Hilfshelling hat aber viele Nachteile. Zum einen müsst ihr während des Baus beim wenden des Boards immer umständlich die Helling um schrauben, zum anderen bietet eine solche Helling wenig Platz um die Beplankungsleisten sauber zu spannen. Deshalb würde ich eine etwas aufwendigere Variante empfehlen. Diese Helling entsteht aus Gewindestangen die in der Bauplatte verschraubt werden sowie Querträgern welche sich dann über die Gewindestangen mittels Muttern in der Höhe verstellen lassen. Mit dieser Konstruktion könnt ihr zum einen das Board deutlich höher positionieren, was Platz für die Zwingen schafft, und die Helling lässt sich wunderbar an jede beliebige Rockerkurve anpassen.

Holz Surfboard Bau Helling

Helling 2 Helling 1

Die Abstände der Stützlatten entsprechen den Abständen der Spanten, so dass jeder Spant direkt unterstützt wird und beim Spannen der Beplankungsleisten die Kraft der Zwingen über die Spanten in die Stützlatten eingeleitet wird. Diese Anordnung ist wichtig denn dadurch vermeidet Ihr Verzug.

Ist eure Helling so weit aufgebaut solltet Ihr diese so einstellen das dass Board erst einmal auf dem Bottom liegt und alle Spanten sauber unterstütz sind. Die Nose sowie das Tail sollten ca. 5-10cm über der Arbeitsplatte den niedrigsten Punkt bilden.

 

 

 

 

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Building the frame“

Im kommenden Arbeitsschritt werden wir aus den Einzelteilen das Frame des Boards erstellen. Solltet Ihr den Stringer ohne Erleichterungsbohrungen gebaut haben müsst Ihr nun noch mindestens eine Bohrung mind. 10mm möglichst im Zentrum setzen. Auf Grund der Hohlkörper Bauweise unseres Holz Surfboards benötigen wir zwingend eine Entlüftung. Diese Bohrung wird dazu benötigt für die spätere Entlüftung des Surfboards die beiden Hohlräume rechts und links des Stringers zu verbinden, entlang der Outline übernehmen diese Funktion dann die Erleichterungsbohrungen in den Spanten.

Ist dies erledigt können die Spanten mit dem Stringer verleimt werden, dazu verwenden wir einen Wasserfesten Holzleim.  Zum Verleimen könnt ihr entweder gleich eine Helling erstellen ( Beschreibung einer einfach aufzubauenden flexiblen Helling gibt es im nächsten Beitrag ) oder ihr arbeitet wie auf den Fotos zu sehen mit Holzklötzen als Unterlage.

Behelfshelling

Behelfshelling

Wichtig ist das die Spanten exakt rechtwinklig zum Stringer verleimt werden, zur Kontrolle verwendet man am besten einen großen Aluwinkel.

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Möglicherweise ist euer Stringer leicht verzogen weil ihr das Holz nicht gerade gelagert habt oder noch Eigenspannungen im Holz sind. Dann schaut das Ganze aus wie auf dem Foto zu sehen, das stört aber erst einmal gar nicht, solange Ihr die Winkeligkeit der Spanten zum Stringer sicherstellt. Später werden wir das Spantengerüst auf der Helling ausrichten.

Verleimter Spantensatz

Verleimter Spantensatz

Wenn alle Spanten verleimt sind sollte das Ganz am besten über Nacht trocknen. Der wasserfeste Leim (z.B. Ponal) zieht zwar schnell an, benötigt für seine volle Festigkeit aber seine Zeit.

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Cutting the frame 1“

Kommen wir zu den ersten Schritten. Ihr habt einen Plan und bereits die Spanten sowie den Stringer aufgezeichnet oder ausgedruckt und die Kontur ausgeschnitten. Um die Kontur sauber auf das Holz zu übertragen bietet es sich an die Konturen auf Karton oder dünnes z.B. 0,4mm-0,6mm Sperrholz zu übertragen. Diese Schablone könnt Ihr dann auf das Sperrholz für den Stringer und die Spanten auflegen und sauber die Kontur übertragen. Ich würde ausdrücklich davon abraten mit  ausgeschnittenen Papier Schablonen zu arbeiten, da diese sich beim Auflegen und Nachzeichnen verziehen und die Kontur entsprechend ungenau wird.

Wir verwenden für den Stinger 8mm Sperrholz und für die Spanten 5mm oder 6mm Sperrholz, je nach Boardgröße. Für den von uns gebauten 6‘4“er Fish reicht 5mm gut aus.

Die aufgezeichneten Spanten werden dann mit der Stichsäge oder mit der Hand ausgesägt, ebenso der Stringer. Habt Ich mit einem CAD Programm gearbeitet wird das Programm den Spant incl. der Rail Kontur ausgeben. Da wir später aber mit einem Korkrail arbeiten müssen wir die Spanten an beiden Seiten um die Dicke des Rails kappen. Damit genug Railbreite zum Shapen bleibt empfehle ich 4cm an jeder Seite Platz für den Kork zu schaffen.

Railbreite

Beim Stringer kann man entweder die komplette Kontur auf einmal ausschneiden, das erfordert natürlich ein entsprechend langes Stück Sperrholz, oder man schneidet 2 Teile ( macht Sinn da Sperrholzplatten oft in der Länge 1m oder 1,2m angeboten werden ). Die Zwei Teile werden dann durch Schäften aneinander gesetzt. Schäften bedeutet Ihr schneidet eine entsprechend gleiche Schräge an die Einzelteile so dass diese dann weiter überlappen (auf dem Bild habe ich diese Stelle zur besseren Sichtbarkeit schwarz markiert, eine sauber geschäftete Stelle könnt ihr am fertigen Teil kaum noch erkennen). Am besten geling dies in dem man beide Teile übereinander Spannt und mit einer Japansäge einen Schnitt entlang der Schäftungsline durch beide Teile macht.

Schäftung

Sind Stringer und Spanten ausgesägt gilt es diese sauber zu verschleifen, dazu eignet sich ein Handschleifer mit mind. 20cm Länge. Dabei solltet ihr immer vollständig je über die Deck- oder Bottomcontur ziehen um Unebenheiten zu vermeiden. Egal was ihr alles an eurem zukünftigen Board schleift macht immer lange gleichmäßige Schleifbewegungen. Surfboard Konturen sollten immer harmonisch sein, wer punktuell schleift wird lokal Unebenheiten erzeugen. Lasst euch also nicht verlocken auf die Schnelle lokal z.B. eine Erhöhung zu beseitigen, das wird euch später viel Arbeit kosten, wenn der Schaden dann überhaupt noch zu begleichen ist.

So sollte dann euer Spannt aussehen, in diesen Bildern schon mit den Erleichterungsbohrungen die im nächsten Kapitel dran kommen. Gut zu sehen auch die Doppel Konkave im Bottom.

DSC_6236 DSC_6235

Nun solltet Ihr sauber verschliffene Spanten sowie einen Stringer vor euch haben. Als nächstes werden die Positionen der Spanten angezeichnet. Dabei sollten die Spanten immer senkrecht zur Tangente der Bottom Kontur des Stringers an der Stelle XY sein damit diese später gut mit den Deck und Botton Leisten verkleben. Als Referenz nehmen wir deshalb die Bottom Kontur, da diese stärker gekrümmt ist und dort es eher zu Abweichungen kommt.

 

Holz Surfboard Bau „Cutting the frame 2“

Im vorherigen Abschnitt habt Ihr bereits Lage für die Einfräßungen auf dem Stringer und den Spanten eures zukünftigen Holz Sufboards vorgenommen, nun kommen wir zu den nötigen Fräß- und Bohr arbeiten.

Entweder Ihr markiert nun zusätzlich auf Spanten und Stringer je die Tiefe der zu erstellenden Einfräßung für die Verklinkung, bewährt hat sich 50/50 also zur Hälfte erfolgt die Einfräßung im Stringer und zur anderen Hälfte im Spant (ganz gut im Bild ersichtlich), oder Ihr arbeitet später mit einem Anschlag an der Fräße.

Spanten-Stringer_Holz_Surfboard

Des weiteren ist es sinnvoll die Positionen aufzuzeichnen. Möglich sind auch Erleichterungsbohrungen im Stringer, allerdings solltet Ihr immer bedenken das der Stringer neben der Schale einen Hauptteil der Last trägt. in unserem Fall. Wir haben in unserem Beispiel auf entsprechende Erleichterungen verzichtet, da das Board meist in Rauen Beachbreaks eingesetzt werden soll. Die Größe der Bohrungen in den Spanten richtet sich nach der Boarddicke, es sollte aber auf jeden Fall ein ausreichend breiter Steg (min. 0,5cm) zwischen Rand der Bohrung und Rand des Spanten stehen bleiben. Wie ihr auf den Bildern seht erreicht man dies gut in dem man die Bohrungen nach außen hin kleiner ausführt. Zum Bohren verwendet Ihr Forstner Bohrer und bohrt erst von oben bis die Spitze des Bohrers unten durchkommt, dreht dann den Spannt und Bohrt den Rest von unten. Dies vermeidet unschöne „Ausreißer“ an den Schnittkanten. Am besten Ihr bohrt auf einer Ständerbohrmaschine, so werden die Bohrungen auch gerade und die Bohrung von unten und von oben treffen sich sauber in der Mitte.

holz_surfbord_bau_fräßer

Am rechten Bildrand sieht man im übrigen ein Spezielles Sägeblatt für Sperrholz. Diese Sägeblätter sägen das doch recht splitteranfällige Holz sehr zuverlässig mit sauberer Kante, die Anschaffung lohnt auf jeden Fall.