Schlagwort-Archive: sup board test

SUP Board Kaufberatung

Koru Surf rät !!!

Koru Surf rät !

Nachdem Stand Up Paddling nun auch in Deutschland endgültig angekommen ist und immer mehr Personen vom SUP Virus infiziert werden glauben wir, ist es an der Zeit für eine ganz neutrale Kaufberatung.

Viele unserer Kunden werden heute geradezu erschlagen von der Vielfalt des Angebotes auf dem Markt. Gab es vor 4-5 Jahren gerade mal eine Hand voll Anbieter die in Deutschland SUP’s zum Verkauf angeboten haben ist die Liste heute schon fast unüberschaubar.

Für die meisten stellt sich jedoch zu aller erst einmal die Frage, welcher Board-Typ passt zu mir. Dabei sollte die langfristige Nutzung im Vordergrund stehen, SUP Boards sind schließlich nicht ganz günstig und haben zudem eine lange Haltbarkeit. Da mittlerweile fast alle Stand Up Paddling Boards, abgesehen von einigen sehr kleinen Wave Boards oder high Performance SUP Raceboards auch vom Anfänger zu beherrschen sind, macht es also durchaus Sinn ein Board zu kaufen auf dem Ihr vielleicht am Anfang noch ein wenig überfordert seid. Unsere Kaufberatung richtet sich also an den Ein- Auf- oder Umsteiger, nicht an die Experten. Die Größenangeben im Text sind auf einen durchschnittlichen SUPer mit ca. 75 Kg bezogen.

Folgende Fragen solltet Ihr Euch stellen:

1. Einsatzbereich: Wo möchtet Ihr später Paddeln?

Welle –> Für alle die bereits Erfahrung mit dem Wellenreiten haben ist ein Hardboard die erste Wahl. Wenn Ihr kein absoluter Experte seid würde ich ein mittelgroßes Board um die 9 Fuß mit ordentlich Breite >=30″ wählen, das gibt euch die Möglichkeit Wellen früh anzustarten, die meisten Manöver zu fahren und auch bei größeren Wellen kein Problem mit dem Handling zu bekommen. Zudem lassen sich SUP Boards dieser Größe auch noch bei kabbeligem Wasser wie es z.B. oft auf Nordsee oder Ostsee gibt gut paddeln.
Für Welleneinsteiger – Hände weg von Hardboards. Auch auf dem SUP benötigt der Einsteiger eine ganze Zeit, um sicher in der Welle zurechtzukommen. Ein Hardboard schließt sich deshalb aus unserer Sicht schon aus Sicherheitsgründen aus, denn ein 11kg SUP Hardboard ist und bleibt ein gefährliches Geschoss, für einen selbst aber auch für andere Surfer im Wasser. Mit einem eher dünnen Inflatable SUP Board mit um die 10 Fuß Länge und ca. 4″ Dicke mit ausreichend Rocker seid Ihr gut beraten. Inflatabels haben erst dann wirklich Nachteile, wenn die Wellen höher als hüfthoch sind oder Ihr radikalere Manöver fahren wollt.

Meer – Downwinder, Streckenpaddeln, Touren –> Für diesen Einsatzzweck bieten sich breitere Raceboards oder Tourenboards an. Die Länge sollte mind. 12 Fuß betragen für küstennahe Touren und kürzere Strecken oder 14 Fuß für die Langstecke und den Einsatz weiter draußen im Meer. Inflatabels sind aus meiner Sicht nur beim küstennahen Paddeln z.B. in den Schären Schwedens zu vertreten, auch wenn mir bis dato noch kein Board auf dem Wasser zu Schaden gekommen ist. Das Risiko eines Luftverlustes bleibt und damit wäre die eigene „Rettungsinsel“ verloren.

Flachwasser – Seen, langsame tiefe Flüsse, ruhiges Meer, küstennah –>Entweder Raceboard oder ein Longboard Shape >=11 Fuß je nachdem, wo Euer Schwerpunkt liegt. Wer es sportlicher mag greift zum SUP Race Baord, wer eher relaxtes Surffeeling sucht nimmt das SUP Longboard. Ob Inflatable oder Hardboard ist dann eine Glaubensfrage oder abhängig vom Thema Transport und Lagerung.

Fluß – Flußwandern, Wildwasser –> Ganz klar die Zeit für das Inflatable, sowohl auf Grund der Fahreigenschaften als auch auf Grund der Unverwüstlichkeit. Dazu kommt, dass bei vielen Flusstouren ja auch der Rücktransport geregelt sein will, z.B. im Zug was mit dem iSUP kein Thema ist. Ideal sind mittelgroße iSUP’s um die 9’5″ mit >=30″ Breite und 6″ Dicke. Durch das zusätzliche Volumen und die Breite bekommt Ihr mehr Sicherheit in der Strömung und bei Manövern.

Mischbetrieb –  Ihr fahrt gerne auf dem örtlichen See, macht mal eine Flußtour und würdet im Urlaub auch gerne mal das Wellenreiten mit dem SUP testen ?!
Ich würde persönlich einen SUP Longboard Shape empfehlen, mit ca. 10’6″ – 11’6″ Länge und schlankerer Outline ( Breite bis ca. 30′). Hardboard oder iSUP ist eine Frage der Vorlieben oder des primären Einsatzbereiches sowie des Transports und der Lagerung.

2. Lagermöglichkeiten

Geräumiger Lagerplatz mit direktem Zugang –> Solltet Ihr einen Lagerplatz zu Verfügung haben der mind. der SUP Boardlänge entspricht und gut zugänglich ist, könnt Ihr Euch für ein Hardboard entscheiden. Vorsicht ! Boards ab ca. 9-10 Fuß Länge lassen sich in der Regel nicht durch ein übliches Treppenhaus bugsieren.

Wohnräume, Keller –> Wer lediglich einen Keller oder den Wohnraum zu Verfügung, hat muss sich in der Regel für ein Inflatable SUP entscheiden. Es sei denn, er stellt sein SUP gerne schmückend ins Wohnzimmer.

3. Transportmöglichkeiten

Wer sich für ein SUP Hardboard entscheidet sollte über einen ausreichend großen PKW verfügen sowie einen Dachträger. Nachmessen macht auf jeden Fall Sinn, man sollte bedenken dass ein Board auf dem Dachträger nach Straßenverkehrsordnung nur einen bestimmten Überhang haben darf ohne kennzeichnungspflichtig zu sein.
i-SUP’s passen dagegen in jeden PKW und lassen sich auch problemlos in öffentlichen Verkehrsmitteln befördern und sogar für den Urlaub im Flugzeug.

Offene Fragen?

Ich hoffe Euch mit diesen Kriterien einen ersten Anhaltspunkt für die erst einmal herstellerunabhängige Wahl eines SUP Boardes gegeben zu haben.
Gibt es noch offene Fragen? Kein Problem, meldet Euch einfach bei uns. Die Kontaktdaten findet Ihr auf unseren Shopseiten.

www.Koru-Surf-Shop.com

 

 

 

iSUP Ventil-Stellung beachten

Falsch geschraubt heißt neu gepumpt !
iSUP Paddler aufgepasst – ist Euch das auch schon mal passiert?

Heut ist es gekommen. Ich hab schon sehnsüchtig drauf gewartet. Mein erstes Inflatble SUP – das ten six von Red Paddle. Sonnenschein, 25 Grad. Perfekt. Genau das richtige Wetter für die erste Tour. iSUP (gut verpackt im Rucksack) ins Auto gelegt und los geht’s zum See. iSUP auf der Wiese ordentlich ausgelegt, die Finnenschützer (Mini-Schwimmflügel) abgezogen, Schlauch und Pumpe zusammengesteckt. Ventil aufgeschraubt, Pumpenschlauch angeschlossen.
Ich beginne zu pumpen. Geht ja ganz einfach. Nach einer kleinen Weile ist es nicht mehr so leicht. Ungewohnte Bewegung für die Arme. Ist bestimmt ein super Arm-Training. Weiter pumpen. Es ist warm. Das Manometer zeigt noch gar nichts. Ob es kaputt ist? Das board bläht sich doch schon auf. Weiter pumpen. Es wird schwerer. Ist das heiß. 25 Grad. Ich pumpe deutlich langsamer. Mal die Technik verändern. Arme lang lassen und dafür die Knie beugen beim Pumpen. Das geht gut. Das Manometer ist wohl doch in Ordnung. Bin gleich bei 15 psi. Mann ist das anstrengend. Frank fragt, ob mir warm ist, weil ich so rot bin. Und ob sie mich ablösen soll. Jetzt wo ich gleich fertig bin. Nö, geht schon. Ist nicht schwer. Ich mach noch 3 Hübe. Und … fertig. Jetzt schnell noch den Schlauch weg und dann ab aufs Wasser, ich brauch Abkühlung.
Pumpen-Schlauch abdrehen. Pfffffffff. Raus die Luft…..
OH NEIN … !

Woran lag’s? Das Ventil war nicht in der richtigen Stellung. Beim Aufpumpen muss das Ventil immer entriegelt sein, sonst hat es keinen Rückschlag. Schaut mal auf die Fotos.

 

iSUP Ventilstellung

iSUP Ventilstellung

Das passiert mir nur einmal …

Anke

Test Naish Hele Paddel

Das Naish Hele Paddel 2014 ist ein Paddel des mittleren Preissegmentes. Der Schaft besteht zu 30% aus Carbon Verstärkungen, der Rest ist Glasfaser verarbeitet  mit Epoxy. Es gibt zwei Versionen – eine 3 teilige und eine Vario Version. Wir haben die Naish Hele Vario Version getestet und würden diese auch empfehlen. Der Hintergrund ist, dass es bei vielen 3 teiligen Paddeln nach gewisser Zeit zu Spiel in der unteren Steckung kommt und diese dann nicht mehr 100% verdreh sicher sind. Beim Naish Hele Vario Paddel löst Naish das Problem Verdrehsicherung durch eine Nut im Vario Teil, in die eine Führung eingreift, zusammen mit dem Klemmmechanismus. Das ist absolut verdreh sicher und stabil. Das Paddel lässt sich in jeder beliebigen Länge arretieren, es gibt keine Rasterung wie dies bei einfacheren Paddeln der Fall ist, bei denen ein Stift in den Auszugsteil einrastet.

Das Paddelblatt des Naish Hele ist ein CNC geschnittener Kern der mit Glasfaser beschichtet ist und in einer Form hergestellt wird. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig.

Was sofort auffällt, ist das sehr geringe Gewicht dieses Paddels von gerade mal 730g, vergleicht man das z.B. mit einem Red Paddle Glass Paddel so sind das ganze 200g weniger Gewicht und das bemerkt auch der nicht Profi schnell an der reduzierten muskulären Anstrengung, wenn er erst mal 1h am Stück unterwegs war. Deshalb ist das Paddel auch für Frauen besonders gut geeignet.

Der Verstell-Mechanismus ist leichtgängig und muss unter Umständen leicht eingestellt werden, dazu reicht ein Schraubendreher um die Einstellschrauben für die Klemmspannung leicht anzuziehen. Richtig eingestellt wird die Klemmung dann nur noch über einen Hebel bedient und lässt sich auch auf dem Wasser leicht festgestellt.. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass keinerlei Klemmgefahr besteht.

Das Paddel lässt sich sehr ergonomisch Paddeln – dazu trägt ebenso das eher kleiner ausfallende 8,5″er Paddelplatt bei wie der Shaft, der etwas weicher ausfällt als im Vergleich zu einem Alu oder Carbon Paddel. Aus meiner Sicht ist dies aber kein Nachteil und gerade für die Zielgruppe Freizeitpaddler sehr gut dimensioniert. Das Paddelplatt ist recht dünn,  was das Erreichen und Halten einer hohen Paddelfrequenz sowie das saubere Setzen des Paddels erleichtert. Auch beim Einsatz in der Welle hat sich das Naish Hele bewährt, auch wenn dabei etwas mehr Steifigkeit von Vorteil wären.

Bei einem Preis von 179.- € ist das Paddel für alle, die sich selber ein Board zulegen und dabeibleiben sicher eine echte Empfehlung, es muss  nicht immer Carbon sein….
Einziges Manko für Design Liebhaber ist der zwar ergonomisch geformte, aber etwas einfach anmutende Paddelgriff.  Hat etwas von einer gelber Gummiente ….

Wir setzen auch das Naish Hele Vario Paddel bei unseren SUP-Kursen am Rothsee ein. Gerne könnt Ihr dabei dieses Paddel auch selber testen.

Naish SUP Paddel Hele Vario im Test

Naish SUP Paddel Hele Vario im Test

Naish SUP Paddel Hele Vario

Naish SUP Paddel Hele Vario

 

 

SUP Paddel / Franca Waveblade Prototyp

Nachdem unser erster Prototyp für ein SUP Paddel gerade noch rechtzeitig zum Testival in Dänemark fertig geworden ist, haben wir nun ausgiebig Zeit zum Testen.

Das FrancA Waveblade ist ein Paddel in Gemischtbauweise Holz-Kevlar-Glass. Mit 750g gehört es sicher zu den leichten Paddeln, auch wenn es nicht ganz bei seinen Carbon Konkurenten mithalten kann. Dafür ist das Paddel gnadenlos stabil und steif. Die Serienversion rechnen wir zudem mit weiteren 50g Gewichtseinsparung und an der Optik wird natürlich auch noch gefeilt.

Auf den nachfolgenden Bildern seht Ihr den getesteten Prototyp.

Features:

  • 7,5″ Blatt – Sichtseite Bamboo, Kevlarbeschichtung auf der Zugseite
  • Umlaufende Kevlar Verstärkung am Blattrand als Schlagschutz
  • Kiefernholz Schaft mit innliegender Kevlar Roving Verstärkung
  • Swallow Tail Paddelplatt Design
FrancA Waveblade Bamboo

FrancA Waveblade Bamboo

FrancA Waveblade SUP Paddel

FrancA Waveblade SUP Paddel

FrancA Waveblade SUP Paddel Blatt

FrancA Waveblade SUP Paddel Blatt

FrancA Waveblade Griff

FrancA Waveblade Griff

Ziel war es, ein SUP Wave Paddel zu entwickeln das sehr robust ist und ein effektives und hochfrequentes Anstarten der Welle zulässt. Beide Ziele konnten zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden. Durch das schlanke Blatt mit dem Swallowtail Design mit wenig Auftrieb löst sich das Paddelblatt leicht aus dem Wasser und erlaubt ein schnelles Beschleunigen und eine hohe Paddelfrequenz. In der Welle kann man das SUP Paddel gezielt zur Unterstützung des Turns setzen und sich dank der hohen Steifigkeit gut abstützen. Trotz des dünnen Paddelblattes, das aber kein Profil besitzt, kommt es kaum zum Verschneiden wie sonst oft bei stark profilierten Blättern der Fall ist.

Aus unserer Sicht ein rund um gelungener Entwurf den es nun noch in Serienqualität umzusetzen gilt. Wir peilen für das Paddel auf jeden Fall auch einen sehr attraktiven Preis an. Sicher wird es auch noch eine Flachwasser Version geben, Ihr dürft schon mal gespannt sein.

 

Koru Surf SUP and Surf News im Februar

Besucht uns auf unserer Facebook Seite (Korusurf) dort findet Ihr weitere Infos zu SUP & More. Wir teilen sehenswerte Beiträge und freuen uns auf eure Postings!

Schaut mal rein, zum Beispiel haben wir aktuell den Quality Check der ISUP’s von Red Paddle eingestellt, sehenswert !

Koru Surf Facebook

Pimp Up your Alu/Kunststoff Paddel

Für viele SUPer ist das kostengünstige ALU Paddel mit Kunststoffblatt das erste Paddel der SUP Karriere. Die meisten dieser Paddel, z.B: ältere Produkte von Naish, BIG, NSP oder günstige no Name Paddel sind aber aus meiner Sicht nicht sehr gut geshaped und verschenken so viel Performance. Sicher ist ein Top Carbonpaddel alleine schon in Sachen Steifigkeit und Dynamik einem ALU/Kunststoffpaddel überlegen, dennoch lässt sich auch aus diesem mit etwas Mühe deutlich mehr Leistung herausholen. Dazu nehmen wir uns das Paddelblatt vor und verändern den Shape des Blattes. Im Auslieferungszustand haben die ALU/Kunststoff Paddel meist ein sehr großes Paddelblatt mit breitem Blatt. Dies führt zum einen dazu, dass man sehr schnell ermüdet und die Paddelschlagzahl sehr niedrig bleibt zum anderen unterschneiden diese Paddel gerne. Wer einmal versucht hat mit solch einem Paddel eine große Strecke zurückzulegen oder noch schlechter, eine etwas größere Welle anzustarten der weiß wovon ich spreche. In der zu sehenden optimierten Variante geht das deutlich geschmeidiger und ganz neben bei fällt bei etwas weniger Druck im Paddel auch die reduzierte Steifigkeit des Alu Schaftes weniger auf. Das Paddel lässt sich durch die Runde Outline sauber aus dem Wasser lösen, auch beim Konterschlag. Durch die deutlich verkleinerte Fläche wird das Paddeln viel Kraftsparender und effizienter ohne an Geschwindigkeit einzubüßen. Genauso lässt sich mit einem entsprechenden Template ein Standardpaddel einfach als Frauenpaddel modifizieren. Benötigt wird dazu nur eine Säge (Stichsäge mit feinem Blatt oder Japan Handsäge), eine Raspel, eine feine Feile, sowie Schleifpapier von 80er Körnung bis 400 und idealerweise ein Schraubstock sowie eine Papierschablone des Shapes als Vorlage .Dann einfach die Outline vom Template übertragen und aussägen, mit der Raspel / Feile ebnen und abschließend mit Schleifpapier glätten. Wer vorsichtig arbeitet sollte nach ca. 30min ein perfekt modifiziertes Paddel haben. Wer einen guten Paddelshape nicht erst entwickeln will kann gerne über uns ein Template erhalten (gegen Erstattung des Briefporto).
Bitte diese Modifikation nur an Spritzgusskunststoffblättern vornehmen. Nicht an GFK- oder Carbonblättern vornehmen, diese können auf Grund des Materials sowie des Aufbaus nicht verändert werden und werden durch eventuelle Säge- und Schleifaktionen zerstört.

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

Test Naish Nalu 10‘10“ versus Norden Diamond 10‘8“

Seit dem Erscheinen des Naish Nalu 10‘10“ in 2012 haben wir das Board ausgiebig testen können sowohl im Schulungsbetrieb als auch bei Touren in Binnengewässern und in der Welle. Nun hat Norden Surfboards mit dem Norden Diamond 10‘8“ in Sachen größerer Allroundshape nachgelegt und bietet ein vergleichbares Board für einen sehr attraktiven Preis.
Das Team von Koru Surf hat sich über die Saison 2013 beide Boards genau angesehen und für Euch einem umfangreichen Test unterzogen.
Mit seinen 3,3m Länge, 81,3cm Breite und den 201l Volumen bietet das Naish vor allem erst einmal eines: Stabilität. Das Aufsteigen wird bei diesem Board auch für den Einsteiger zum Kinderspiel. Im Gegensatz zu seinen Namensbrüdern wie das Nalu 11‘4“ oder das Nalu 11‘6“ weicht es stark vom klassischen Longboard Shape ab und hat eine sehr homogene Volumen- und Breitenverteilung.  Damit ist es weniger wichtig wo man auf dem Brett steht, gerade für den Anfänger ein großer Vorteil. Die ersten Paddelschläge offenbaren eine weitere Überraschung – trotz des eher massigen Auftretens beschleunigt das Board gut und bleibt auch dann im Gleiten wenn einmal die ein oder andere Richtungskorrektur vorzunehmen ist.  Der Geradeauslauf ist akzeptabel, so dass auch Anfänger in der Regel nach 2 Stunden den Dreh raushaben und dort ankommen wo sie es geplant haben. Schnelle Wenden hingegen sind nicht so das Ding des Nalu 10‘10“. Wer auf dem Teller drehen will, muss entweder ordentlich Kraft einsetzen oder aber durch einen beherzten Schritt nach Hinten das Board im Pivot Turn drehen.  Die Kippstabilität ist wirklich enorm, so dass gerade der Anfänger mit dem Board alle Arten von Manövern gut üben kann, auch das Laufen auf dem Board zur Veränderung der Belastung ist einfach machbar.
In der Welle wirkt das Board ein wenig träge und kommt nicht an die Leistung z.B. des 11‘4“er Nalus heran. Das 10‘10“ hat relativ wenig Rocker und steile Nordseerampen erfordern schon etwas Gefühl.  Ist man einmal in der Welle, ist das Fahren entlang der Schulter ein Kinderspiel, wer allerdings dynamische Turns fahren möchte ist mit diesem Board falsch beraten. Es erfordert schon viel Druck auf dem Heck, um das Board einigermaßen eng in den Turn zu ziehen. Aus unserer Sicht ist das nicht wirklich ein Nachteil, man kann eben nicht alles haben.
Ganz nebenbei bietet das Nalu 10‘10“ auch noch eine Windsurfoption die wir in einem eigenen Bericht vorstellen.
Das Norden Surfboards Diamond 10‘8“ hat mit ca. 225 cm Länge und zum Nalu 10‘10“ fast identischer Breite dagegen nur 175l Volumen. Was auf den ersten Blick auffällt, ist das für ein SUP Surfboard klassische domige Deck, die ausgeprägte Rockerline sowie die ausgedünnten Rails. Es gibt die Option, das Board als Single Fin zu fahren oder aber mit drei Finnen (Finnen liegen alle bei).  Schon beim Abladen vom Autodach und beim Tragen des Boards ans Wasser fällt die Leichtigkeit des Boards auf. Irgendwie ist bei diesem Board Aufsteigen und Wohlfühlen Programm, zumindest für den Aufsteiger oder Fortgeschrittenen.  Das Board ist ähnlich kippstabil wie das Naish, reagiert aber deutlich sensibler auf Belastungswechsel. Einmal angepaddelt hält es auch als Singelfin die Spur wie angenagelt und lässt sich auch durch höhere Kappel Wellen nicht beeindrucken. Erstaunlich, auch der Turn geht für ein Board dieser Größe locker von der Hand, kein Gefühl von Supertanker.  Bei richtig Wind und Kappel Welle auf dem See animiert das Board zum Spielen – und macht super Spaß auch downwind.  In Ermangelung von „echten“ Wellen haben wir den ersten kurzen Wellentest mit einer Bootswelle absolviert. Schon dabei zeigt sich das typische Norden Surf Gen. Das Board rutscht super schnell in die Welle und bleibt dort jederzeit kontrollierbar. Im Gegensatz zum Naish Nalu 10‘10“ lässt es nichts an Dynamik zu wünschen übrig und lässt sich mit entspannten Belastungswechseln bewegen wie ein Longboard.
Fazit: Jedes Board hat was für sich. Wer es gerne sehr stabil und einsteigerfreundlich mag und vielleicht auch noch auf die Windsurfoption schielt, der wird mit dem Naish einen zuverlässigen Partner finden. Für alle die es auch mal in die Welle zieht bzw. die auch ein eher verspieltes und handliches Board suchen, sind sicher mit dem Norden Diamond bestens beraten.

Norden_Diamond_Naish_Nalu_SUP_Test