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SUP Winterausrüstung

Man kann ja über den Winter 2013/2014 denken was man will Fakt ist jedoch dass sich die sonst übliche Eisschicht auf unseren Gewässern im Süddeutschen Raum rar macht und auch die Temperaturen zum ein oder anderen SUP Paddeltag einladen.

Auch wenn die Außentemperaturen mit 10 Grad und mehr schon mal sehr verlockend sein können sollte man jedoch nicht vergessen das eine Wassertemperatur <5° schon eine Gefahr darstellt. Schon deshalb ist Winterpaddeln wirklich nur etwas für den erfahrenen SUPer. Nun wäre es natürlich verlockend „frei nach dem Motto ich falle schon nicht ins Wasser“ eine Schicht Fleece Klamotten und dann z.B. eine Gore Jacke und Hose zu tragen. Da man jedoch auch bei noch so viel Übung nie ganz sicher Sein kann rate ich davon dringend ab. Selbst wenn ihr es nach einem eisigem unfreiwilligen Bad noch ans Land schafft, ist es dennoch sehr unschön und gefährlich bei niedrigen Außentemperaturen nass noch eine halbe Stunde oder mehr Rückweg vor sich zu haben.

Die klassische Lösung des Problems heißt bekanntlich Neoprenanzug.  Wer es schon mal probiert hat wird schnell feststellen das diese Anzüge beim Stand up Paddling nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Entweder man friert gerade wenn ein kühler Wind weht oder das anstrengende Paddeln lässt einen im Neopren ordentlich dampfen.

Wir haben über die letzten Jahre viel probiert. Dünne Neos mit Jacke, dicke winddichte Anzüge, Trockenanzüge, was es halt so gibt und waren dennoch nicht wirklich zufrieden. Am angenehmsten ist noch der Trockenanzug, leider sind die Teile aber nicht wirklich ergonomisch fürs Paddeln geschnitten.

Da wir seit der Paddel Expo im Herbst auch mit Camaro zusammenarbeiten haben wir uns einmal bei den „echten“ Paddlern umgesehen.  Wildwasserkanuten nutzen in der kalten Jahreszeit gerne sogenannte Trocken Tops, quasi eine dreilagige atmungsaktive wasserdichte Jacke mit Trockenmanschetten. In Kombi mit der Spritzdecke des Kajaks eine absolut dichte Sache. Das gleiche gibt es in der Kombi Hose + Jacke/Top auch im Segelbereich für die kalte Jahreszeit. Die von uns getestete und für gut befundene Kombi ist eine Camaro Storm Pants aus dem Segelbereich, kombiniert mit einem Camaro Touring Dry Top aus dem Kajaksport. Das Koru Surf Test Team war von der Kombi überzeugt. Das Dry Top ist super leicht bietet sehr viel Bewegungsfreiheit und ist bequem zu tragen. Neben den bei Trockenanzügen auch üblichen Arm und Halsmanschetten gibt es an der Jacke noch eine Bauchmanschette sowie einen Klettbund um die Bauchmanschette in der Weite optimal anzupassen.

 

Camaro Touring Dry Top

Camaro Touring Dry Top

Camaro Storm Pants

Camaro Storm Pants

 

Die Hose ist aus deutlich festerem Material und fast unverwüstlich und dichtet nach außen ebenfalls über eine Hüftmanschette sowie Beinabschlüssen ab.

Im Test zeigt sich das die Jacke sehr gut atmet und man selbst bei Race Tempo nur an den Neoprenabschlüssen schwitzt. Wir haben klassische Skiunterwäsche darunter getragen und haben auch bei 5°C nicht gefroren, praktisch lässt sich aber auch ein Fleece als wärmere Schicht nutzen je nach Aktivitätslevel. Die Hose atmet erwartungsgemäß nicht ganz so gut aber immer noch ausreichend. Wir haben bei unserem Test bewusst Race Tempo angeschlagen und selbst bei diesen Belastungen bleibt das Klima in dieser Kombi sehr angenehm. Wichtig ist beim Anziehen das die Hosen Beinmanschette auf jeden fall unter die Neoprenschuhe muss, höchstens ihr habt Trockenschuhe, sonst läuft das Wasser durch die Schuhe in die Hose, das gleiche gilt für die Handschuhe auch die müssen über die Jackenmanschette.

Diese Kombi hat ganz nebenbei den Vorteil das lästiges umziehen in der Kälte entfällt, denn ihr habt ja kuschelige Fleece Klamotten unter dem Anzug an die ihr bereits Daheim im Warmen anziehen könnt, am Wasser schlüpft man dann einfach noch in die Hose und Jacke und los geht es.

Für die Übergangszeit oder bei Windigem Wetter ist die Jacke sicher auch ohne Hose eine gute Wahl. Falls Ihr Interesse habt könnt Ihr die Kombi über Koru-Surf-Shop.com beziehen

Demnächst gibt es dann noch ein Testvideo.

 

Koru Surf SUP and Surf News im Februar

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Schaut mal rein, zum Beispiel haben wir aktuell den Quality Check der ISUP’s von Red Paddle eingestellt, sehenswert !

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Pimp Up your Alu/Kunststoff Paddel

Für viele SUPer ist das kostengünstige ALU Paddel mit Kunststoffblatt das erste Paddel der SUP Karriere. Die meisten dieser Paddel, z.B: ältere Produkte von Naish, BIG, NSP oder günstige no Name Paddel sind aber aus meiner Sicht nicht sehr gut geshaped und verschenken so viel Performance. Sicher ist ein Top Carbonpaddel alleine schon in Sachen Steifigkeit und Dynamik einem ALU/Kunststoffpaddel überlegen, dennoch lässt sich auch aus diesem mit etwas Mühe deutlich mehr Leistung herausholen. Dazu nehmen wir uns das Paddelblatt vor und verändern den Shape des Blattes. Im Auslieferungszustand haben die ALU/Kunststoff Paddel meist ein sehr großes Paddelblatt mit breitem Blatt. Dies führt zum einen dazu, dass man sehr schnell ermüdet und die Paddelschlagzahl sehr niedrig bleibt zum anderen unterschneiden diese Paddel gerne. Wer einmal versucht hat mit solch einem Paddel eine große Strecke zurückzulegen oder noch schlechter, eine etwas größere Welle anzustarten der weiß wovon ich spreche. In der zu sehenden optimierten Variante geht das deutlich geschmeidiger und ganz neben bei fällt bei etwas weniger Druck im Paddel auch die reduzierte Steifigkeit des Alu Schaftes weniger auf. Das Paddel lässt sich durch die Runde Outline sauber aus dem Wasser lösen, auch beim Konterschlag. Durch die deutlich verkleinerte Fläche wird das Paddeln viel Kraftsparender und effizienter ohne an Geschwindigkeit einzubüßen. Genauso lässt sich mit einem entsprechenden Template ein Standardpaddel einfach als Frauenpaddel modifizieren. Benötigt wird dazu nur eine Säge (Stichsäge mit feinem Blatt oder Japan Handsäge), eine Raspel, eine feine Feile, sowie Schleifpapier von 80er Körnung bis 400 und idealerweise ein Schraubstock sowie eine Papierschablone des Shapes als Vorlage .Dann einfach die Outline vom Template übertragen und aussägen, mit der Raspel / Feile ebnen und abschließend mit Schleifpapier glätten. Wer vorsichtig arbeitet sollte nach ca. 30min ein perfekt modifiziertes Paddel haben. Wer einen guten Paddelshape nicht erst entwickeln will kann gerne über uns ein Template erhalten (gegen Erstattung des Briefporto).
Bitte diese Modifikation nur an Spritzgusskunststoffblättern vornehmen. Nicht an GFK- oder Carbonblättern vornehmen, diese können auf Grund des Materials sowie des Aufbaus nicht verändert werden und werden durch eventuelle Säge- und Schleifaktionen zerstört.

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

modifiziertes Kunststoff Alu Paddel rechts, links original Form

SUP Winterspaß die Longboardalternative

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und es steht wieder mal ein, wir werden es noch sehen, mehr oder weniger kalter Winter vor der Tür. Auch für den härtesten SUPer ist die Saison mit der ersten Eisdecke auf dem heimischen See vorbei und für viele auch schon jetzt. Was tun, wenn sich die ersten Entzugserscheinungen schon im November ankündigen. Wir stellen euch über den Winter eine Alternative vor. Quasi “SUP goes street”, die Amerikaner haben sich mal wieder was neues, unheimlich Spaßiges einfallen lassen.
Alles was man benötigt ist ein Skateboard, wenn möglich ein softes Longboard und ein Objekt namens Big Stick.
Ein Big Stick ist ein Bambus- oder CFK- Stab in SUP Paddellänge mit einem Griffknauf am einen Ende, sowie einer feststehenden Hartgummirolle am anderen Ende.
Das Ganze funktioniert erstaunlich gut und hat im Bewegungsablauf viel mit SUP und Surfen zu tun. Am schönsten sind leicht abschüssige Teerflächen da sich auf diesen herrlich Turns fahren lassen. Man kommt in dieser Kombination durchaus sehr flott vorwärts, und auch das Fahren von längeren Strecken z.B. auf Radwegen ist ohne Problem machbar. Wir haben die Kombination Bambus Big Stick und Arbor Longboard getestet, schon rein optisch eine Augenweide. Aus meiner Sicht ist die Bambusversion des Big Stick auch die beste Variante, da Bambus ein sehr schönes Flexverhalten hat und auch Stöße ausgezeichnet absorbiert und sich damit am meisten nach Paddel anfühlt.
Wer schon gut mit einem Skateboard oder einem Longboard fahren kann wird schnell mit dieser Kombination zurechtkommen. Etwas Vorsicht ist geboten beim „Paddeln – Sticken“ mit der breiten Spur des Longboards. Passt man nicht auf kann man sich Anfangs schon mal verheddern. Hat man den Dreh erst mal raus lässt es sich entweder genüsslich cruisen oder auch radikalere Manöver Fahren.