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Holz Surfboard Bau Nose und Tail Block

Bevor Ihr nun mit der Beplankung weitermacht solltet Ihr euch Gedanken über Nose und Tail eures Designs für das Holz Surfboard machen.

Je nach Formgebung und Stabilitätsansprüchen könnt Ihr entweder nun direkt beplanken oder zusätzlich einen Nose – Tail Block einbauen. Ich empfehle das Zweite. Der Block in Nose und Tail erleichtert das Arbeiten enorm und bringt viel Stabilität, zudem werdet Ihr ein damit verstärktes Board nicht so schnell beschädigen. Die einzubauende Verstärkung sollte entweder aus leichtem Balsaholz, Paulownia oder Hartschaum sein, je nach dem wie puristisch man den Holz Surfboard Bau gestalten möchte. Wir haben auf den Bildern Hartschaum verwendet, das hat sich auf den Fotos gut gemacht und lässt sich sehr leicht bearbeiten.

 

Tail Block Fish Design

Holz Surfboard Tail Block Fish Design

Dazu sägt Ihr aus dem jeweiligen Material die Form des Tails bzw. der Nose aus. Vorsicht, wir bauen ja später noch ein Rail aus Kork, d.h. ihr müsst von eurer endgültigen Outline des Holz Surfboards die Dicke des Kork Rails abziehen und die sich daraus ergebende Kontur aufzeichnen. Mit einem CAD Tool ist das einfach möglich, geht aber auch gut mit der Hand und einer Kurvenschablone. Wir haben z.B. für alle unsere Boards Templates aus Sperrholz mit denen sich die Konturen sauber übertragen lassen. Auf dem Foto seht ihr Railseitig zwei Linien. Die innere ist die Schnittkontur für den Zuschnitt des Klotzes die Äußere haben wir nur mal aufgemalt um darzustellen wie das Ganze dann incl. Korklrails aussieht. Ist natürlich nicht notwendig, und sollte nur der besseren Darstellung dienen.

Der in Form gesägte Klotz wird dann mit Epoxy am Frame verklebt und danach in Kontur (Bottom  / Deck) verschliffen. Die Kontur muss gut passen, da später eure Beplankung direkt auf dem Füllklotz verleimt wird.

Tail Block Fisch Design Finished

Tail Block Fisch Design Finished

Surfboard Nose

Surfboard Nose

Wenn Ihr ohne Nose und Tail Block bauen wollt könnt Ihr diesen Schritt überspringen und gleich den Nächsten Abschnitt „Montage des Rail Base“ ansteuern.

Für das Verkleben der Füllblöcke verwenden wir immer 5min Epoxy, die Festigkeit reicht in diesem Fall auf jeden Fall und es hat den Vorteil das man nicht umständlich mit Zwingen etc. arbeiten muss sondern das Teil einfach für ein paar Minuten  mit der Hand in Position hält.

 

 

Holz Surfboard Bau „Beplankung 1“

Nach dem nun unser Frame das Herzstück eines Holz Surfboards fertig gestellt ist und ihr zumindest eine Helling erstellt habt kann es fasst schon ans Beplanken gehen. Für die Beplankung des Surfboard Decks sowie des Bottoms benötigen wir wie bereits im Material Teil beschrieben die entsprechenden Leisten. Die Leisten sollten 5-6mm stark sein. Die Breite hängt vor allem davon ab wie komplex eure Deck und Bottom Kontur ist. Wenn ihr ein Surfboard in Holzbauweise mit starker Deckwölbung und Konkaven im Bottom baut sollten die Leisten max. 18mm breit sein, andernfalls werdet ihr nur mit viel Aufwand eine saubere gleichförmige Oberfläche erstellen können.

Wir schneiden aus einer 18mm Paulownia Leim Holz Platte die Streifen auf einer Tischkreissäge in 6mm stärke. Wenn ihr mit einer Tischkreissäge nicht vertraut seid solltet ihr das allerdings besser lassen und fertige Leisten kaufen. Das hantieren mit der Säge ist gerade beim schneiden von dünnen Leisten nicht ungefährlich. Je gleichförmiger eure Leisten geschnitten sind (Dickenschwankung) desto weniger müsst ihr später hobeln und schleifen.

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Die geschnittenen oder gekauften Leisten klebt ihr zur Lagerung am besten mit Kreppband zu kleineren Bündeln zusammen so verziehen sie sich nicht.

Des weiteren benötigt Ihr für die nächsten Schritte eine genügend große Anzahl Schraubzwingen. Mindestens so viele wie Ihr Spanten für euer Board verwendet plus 2 Zwingen für Tail und Nose. Hilfreich sind auch zusätzlich 5-10 Einhand-Zwingen mit Federspannung, mit diesen lässt sich schnell mal eine Leiste provisorisch befestigen bis die Zwingen dann sauber positioniert sind.

 

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Holz Surfboard Bau “ Bau einer Helling“

Nach der Erstellung des Frames wollen wir erst mal einige Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise anstellen. Um am Ende ein Verzug freies Holz Surfboard zu erhalten benötigen wir spätestens jetzt eine stabile ebene Arbeitsunterlage sowie eine Helling. Als Arbeitsunterlage bieten sich z.B. MDF oder dickere Spanplatten an die auf einem Rahmen aus massiven Kanthölzern ( z.B. 100×50 mm ) verschraubt werden. So aufgebaut wird eure Arbeitsunterlage auch dann nicht nachgeben wenn ihr z.B. beim Spannen von Bauteilen Kraft in die Unterlage einleitet.

Bauunterlage

Bauunterlage

Des weiteren empfiehlt es sich den Aufbau auf einer Helling fortzusetzen. In der einfachsten Form sind das Leisten die an den Spanten das Frame unterstützen. Diese müssen genau so dick sein das sie den Rocker am jeweiligen Spant ausgleichen. Da ihr das Board ja von oben und von unten beplankt benötigen wir diese Unterlagen auch für das auf dem Deck liegende Board.

Auf dem Bild seht Ihr die provisorische Helling aus einem anderen Wood Surfboard Projekt.

Vereinfachte Surfboard Helling

 
Vereinfachte Surfboard Helling

Eine derartige Hilfshelling hat aber viele Nachteile. Zum einen müsst ihr während des Baus beim wenden des Boards immer umständlich die Helling um schrauben, zum anderen bietet eine solche Helling wenig Platz um die Beplankungsleisten sauber zu spannen. Deshalb würde ich eine etwas aufwendigere Variante empfehlen. Diese Helling entsteht aus Gewindestangen die in der Bauplatte verschraubt werden sowie Querträgern welche sich dann über die Gewindestangen mittels Muttern in der Höhe verstellen lassen. Mit dieser Konstruktion könnt ihr zum einen das Board deutlich höher positionieren, was Platz für die Zwingen schafft, und die Helling lässt sich wunderbar an jede beliebige Rockerkurve anpassen.

Holz Surfboard Bau Helling

Helling 2 Helling 1

Die Abstände der Stützlatten entsprechen den Abständen der Spanten, so dass jeder Spant direkt unterstützt wird und beim Spannen der Beplankungsleisten die Kraft der Zwingen über die Spanten in die Stützlatten eingeleitet wird. Diese Anordnung ist wichtig denn dadurch vermeidet Ihr Verzug.

Ist eure Helling so weit aufgebaut solltet Ihr diese so einstellen das dass Board erst einmal auf dem Bottom liegt und alle Spanten sauber unterstütz sind. Die Nose sowie das Tail sollten ca. 5-10cm über der Arbeitsplatte den niedrigsten Punkt bilden.

 

 

 

 

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Werkzeuge und Materialien“

Zu Beginn des zweiten Teils unseres Holz Surfboard Bau Workshops möchte ich erst einmal auf die benötigten Werkzeuge für den  Surfboard Bau eingehen sowie das Material welches für den Bau benötigt wird beschreiben. Zum Thema Laminieren (Werkzeuge und Material) kommen wir später.

Folgende Werkzeuge werden zum Bau eines Surfboards aus Holz in unserer Bauweise benötigt:

  1. Eine Stich- oder Bandsäge zum Aussägen der Surfboard Spanten und des Surfboard Stringers.
  2. Bohrmaschine, idealerweise Ständerbohrmaschine und einen Satz Forstnerbohrer.
  3. Eine Säge idealerweise eine Japansäge.
  4. Einen Aluwinkel mit Maßleiste sowie einen Maßstab, Schieblehre muss nicht sein ist aber hilfreich.
  5. Schleifpapier Körnung >80 alles gröbere geht zwar schneller hinterlässt aber gerne unschöne Riefen, einen Handschleifer mit wechselbarem Schleifpapier Cuttermesser mit verschiedenen Klingen
  6. Einen Raubankhobel und einen Einhandhobel (da tut es leider nicht die Baumarkt Billigvariante; vom Hobel und dessen gekonnten Einsatz hängt viel ab; gute Hobel gibt es z.B. bei www.feinwerkzeuge.de)
  7. Dremel oder vergleichbaren Handschleifer, da tut es auch die Discounter Version Optional sind
  8. Bandschleifer und Rotationsschleifer dann geht es schneller beim Schleifen
  9. Eine Oberfräße für das Fräßen der Verlinkung von Spanten und Stringer, diese Arbeit kann aber auch mit der Säge und Feile erledigt werden.
  10. Je nachdem ob Ihr für die Beplankung für euer Holz Surfboard fertige Leisten kauft (teuer aber sehr gleichmäßig und genau) oder diese selber zuschneiden wollt benötigt ihr eine Tischkreissäge mit vernünftiger Genauigkeit (je ungenauer desto mehr müsst ihr später schleifen)

Folgendes Material benötigt ihr, die Menge ist abhängig von der Surfboard Größe:

  1. Flugzeugsperrholz (Birke = stabiler, schwerer oder Pappel = leicht, nicht so stabil und schwerer zu verarbeiten) in 8mm Dicke für den Stringer und 6mm Dicke für die Spanten; auch hier gilt keine billige Baumarktqualität sondern gutes Holz, wir kaufen z.B. bei Zembrod (http://www.sperrholzshop.de), dort gibt es wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis. Biegesperrholz, am besten Pappel, gibt es ebenso bei Zembrod in 3mm Dicke für die Rail Basis.
  2. Holz zum Beplanken, wir bevorzugen Paulownia (Holz des Tulpenblütenbaums). Paulownia Holz ist kein Tropenholz sondern wird in Plantagen angebaut auch in Europa, und ist auch als FCS Holz erhältlich. Das Holz ist relativ leicht und lässt sich gut verarbeiten (sägen, schleifen, verleimen etc.) außerdem ist die Harzaufnahme beim Laminieren sehr gering. Das Holz kann in Platten gekauft werden, z.B. 18-20mm stark aus denen sich dann Streifen in 6-8mm dicke mit der Kreissäge schneiden lassen. Geschnittene Leisten sind so weit mir bekannt nicht erhältlich. Wer sich das schneiden der Leisten ersparen will oder einfach keine entsprechende Säge zu Verfügung hat der kann alternativ auf Kiefernleisten zurückgreifen, diese gibt es bereits geschnitten in verschiedenen Stärke und Breiten. Leider ist Kiefer aber viel schwerer und hat zudem den Nachteil das Kiefernholz deutlich mehr Arbeitet wenn es nicht wirklich gut abgelagert ist. Also auch hier gilt wieder, Baumarktware die schnellgetrocknet wurde ist eigentlich tabu.
  3. Kork für die Horz Surfboard Rails, den gibt es als Platten oder besser weil in der Länge variabel zuzuschneiden auf Rollen. Die Dicke sollte 5-6mm betragen, das lässt sich am besten verarbeiten. Bezug z.B. bei http://www.kork-store.de
  4. Eine blaue Hartschaumplatte aus dem Baumarkt oder wer zu 100% bei Holz bleiben möchte Balsa bzw. Paulowniaklötze als Füllstücke für die Nose und das Tail. Wenn Ihr Paulownia als Platte gekauft habt könnt Ihr euch die Klötze bequem selber aus Resten verleimen.
  5. Kleber, wir verwenden im ersten Bauabschnitt Leim für die Holzverklebung. Bewährt hat sich Ponal Holzleim Wasserfest. Daneben benötigt ihr für einige kniffelige Stellen noch 5 Minuten Epoxy.

Das wäre es dann auch „schon“ ! Wenn Ihr den  Baubericht weiter verfolgt werdet Ihr eine Vorstellung von den benötigten Mengen erhalten und könnt diese dann ganz konkret für euer Projekt berechnen. Eventuell gibt es ja die Möglichkeit das Projekt zusammen mit einem Freund/Freundin anzugehen dann könnt Ihr besser vernünftige Mengen einkaufen uns spart Beschaffungskosten.

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