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FrancA Surfboard Moro 6’4″ – Handmade Wooden Surfboards

Ich habe den Winter wieder mal fürs kreative Schaffen genutzt und deshalb wird ab Mai 2014 ein neuer Surfboard Shape das Portfolio von FrancA Surfboards ergänzen. Natürlich handelt es sich dabei wieder um ein „Handmade Wooden Surfboard“ .

Beim Moro 6’4″ handelt es sich um modifiziertes Retro Fish design. Wir haben dem Board etwas mehr Nose Rocker mitgegeben so dass auch hole Beachbreaks kein Problem sind. Ebenso gibt es viel Tail Rocker und harte Rails im hinteren drittel für enge kraftvolle Turns. Das Board hat einen klassischen Twin Finnen Setup, eine leichte Single Concave im Nosebereich die dann in eine tiefe Double Concave übergeht. Ausgerüstet ist das Board mit klassischen Retro Twin Fins und FCS System.

 

 

 

Holz Surfboard Bau “ Bau einer Helling“

Nach der Erstellung des Frames wollen wir erst mal einige Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise anstellen. Um am Ende ein Verzug freies Holz Surfboard zu erhalten benötigen wir spätestens jetzt eine stabile ebene Arbeitsunterlage sowie eine Helling. Als Arbeitsunterlage bieten sich z.B. MDF oder dickere Spanplatten an die auf einem Rahmen aus massiven Kanthölzern ( z.B. 100×50 mm ) verschraubt werden. So aufgebaut wird eure Arbeitsunterlage auch dann nicht nachgeben wenn ihr z.B. beim Spannen von Bauteilen Kraft in die Unterlage einleitet.

Bauunterlage

Bauunterlage

Des weiteren empfiehlt es sich den Aufbau auf einer Helling fortzusetzen. In der einfachsten Form sind das Leisten die an den Spanten das Frame unterstützen. Diese müssen genau so dick sein das sie den Rocker am jeweiligen Spant ausgleichen. Da ihr das Board ja von oben und von unten beplankt benötigen wir diese Unterlagen auch für das auf dem Deck liegende Board.

Auf dem Bild seht Ihr die provisorische Helling aus einem anderen Wood Surfboard Projekt.

Vereinfachte Surfboard Helling

 
Vereinfachte Surfboard Helling

Eine derartige Hilfshelling hat aber viele Nachteile. Zum einen müsst ihr während des Baus beim wenden des Boards immer umständlich die Helling um schrauben, zum anderen bietet eine solche Helling wenig Platz um die Beplankungsleisten sauber zu spannen. Deshalb würde ich eine etwas aufwendigere Variante empfehlen. Diese Helling entsteht aus Gewindestangen die in der Bauplatte verschraubt werden sowie Querträgern welche sich dann über die Gewindestangen mittels Muttern in der Höhe verstellen lassen. Mit dieser Konstruktion könnt ihr zum einen das Board deutlich höher positionieren, was Platz für die Zwingen schafft, und die Helling lässt sich wunderbar an jede beliebige Rockerkurve anpassen.

Holz Surfboard Bau Helling

Helling 2 Helling 1

Die Abstände der Stützlatten entsprechen den Abständen der Spanten, so dass jeder Spant direkt unterstützt wird und beim Spannen der Beplankungsleisten die Kraft der Zwingen über die Spanten in die Stützlatten eingeleitet wird. Diese Anordnung ist wichtig denn dadurch vermeidet Ihr Verzug.

Ist eure Helling so weit aufgebaut solltet Ihr diese so einstellen das dass Board erst einmal auf dem Bottom liegt und alle Spanten sauber unterstütz sind. Die Nose sowie das Tail sollten ca. 5-10cm über der Arbeitsplatte den niedrigsten Punkt bilden.

 

 

 

 

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Building the frame“

Im kommenden Arbeitsschritt werden wir aus den Einzelteilen das Frame des Boards erstellen. Solltet Ihr den Stringer ohne Erleichterungsbohrungen gebaut haben müsst Ihr nun noch mindestens eine Bohrung mind. 10mm möglichst im Zentrum setzen. Auf Grund der Hohlkörper Bauweise unseres Holz Surfboards benötigen wir zwingend eine Entlüftung. Diese Bohrung wird dazu benötigt für die spätere Entlüftung des Surfboards die beiden Hohlräume rechts und links des Stringers zu verbinden, entlang der Outline übernehmen diese Funktion dann die Erleichterungsbohrungen in den Spanten.

Ist dies erledigt können die Spanten mit dem Stringer verleimt werden, dazu verwenden wir einen Wasserfesten Holzleim.  Zum Verleimen könnt ihr entweder gleich eine Helling erstellen ( Beschreibung einer einfach aufzubauenden flexiblen Helling gibt es im nächsten Beitrag ) oder ihr arbeitet wie auf den Fotos zu sehen mit Holzklötzen als Unterlage.

Behelfshelling

Behelfshelling

Wichtig ist das die Spanten exakt rechtwinklig zum Stringer verleimt werden, zur Kontrolle verwendet man am besten einen großen Aluwinkel.

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Kontrolle der Winkeligkeit eines Spanten

Möglicherweise ist euer Stringer leicht verzogen weil ihr das Holz nicht gerade gelagert habt oder noch Eigenspannungen im Holz sind. Dann schaut das Ganze aus wie auf dem Foto zu sehen, das stört aber erst einmal gar nicht, solange Ihr die Winkeligkeit der Spanten zum Stringer sicherstellt. Später werden wir das Spantengerüst auf der Helling ausrichten.

Verleimter Spantensatz

Verleimter Spantensatz

Wenn alle Spanten verleimt sind sollte das Ganz am besten über Nacht trocknen. Der wasserfeste Leim (z.B. Ponal) zieht zwar schnell an, benötigt für seine volle Festigkeit aber seine Zeit.

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Cutting the frame 1“

Kommen wir zu den ersten Schritten. Ihr habt einen Plan und bereits die Spanten sowie den Stringer aufgezeichnet oder ausgedruckt und die Kontur ausgeschnitten. Um die Kontur sauber auf das Holz zu übertragen bietet es sich an die Konturen auf Karton oder dünnes z.B. 0,4mm-0,6mm Sperrholz zu übertragen. Diese Schablone könnt Ihr dann auf das Sperrholz für den Stringer und die Spanten auflegen und sauber die Kontur übertragen. Ich würde ausdrücklich davon abraten mit  ausgeschnittenen Papier Schablonen zu arbeiten, da diese sich beim Auflegen und Nachzeichnen verziehen und die Kontur entsprechend ungenau wird.

Wir verwenden für den Stinger 8mm Sperrholz und für die Spanten 5mm oder 6mm Sperrholz, je nach Boardgröße. Für den von uns gebauten 6‘4“er Fish reicht 5mm gut aus.

Die aufgezeichneten Spanten werden dann mit der Stichsäge oder mit der Hand ausgesägt, ebenso der Stringer. Habt Ich mit einem CAD Programm gearbeitet wird das Programm den Spant incl. der Rail Kontur ausgeben. Da wir später aber mit einem Korkrail arbeiten müssen wir die Spanten an beiden Seiten um die Dicke des Rails kappen. Damit genug Railbreite zum Shapen bleibt empfehle ich 4cm an jeder Seite Platz für den Kork zu schaffen.

Railbreite

Beim Stringer kann man entweder die komplette Kontur auf einmal ausschneiden, das erfordert natürlich ein entsprechend langes Stück Sperrholz, oder man schneidet 2 Teile ( macht Sinn da Sperrholzplatten oft in der Länge 1m oder 1,2m angeboten werden ). Die Zwei Teile werden dann durch Schäften aneinander gesetzt. Schäften bedeutet Ihr schneidet eine entsprechend gleiche Schräge an die Einzelteile so dass diese dann weiter überlappen (auf dem Bild habe ich diese Stelle zur besseren Sichtbarkeit schwarz markiert, eine sauber geschäftete Stelle könnt ihr am fertigen Teil kaum noch erkennen). Am besten geling dies in dem man beide Teile übereinander Spannt und mit einer Japansäge einen Schnitt entlang der Schäftungsline durch beide Teile macht.

Schäftung

Sind Stringer und Spanten ausgesägt gilt es diese sauber zu verschleifen, dazu eignet sich ein Handschleifer mit mind. 20cm Länge. Dabei solltet ihr immer vollständig je über die Deck- oder Bottomcontur ziehen um Unebenheiten zu vermeiden. Egal was ihr alles an eurem zukünftigen Board schleift macht immer lange gleichmäßige Schleifbewegungen. Surfboard Konturen sollten immer harmonisch sein, wer punktuell schleift wird lokal Unebenheiten erzeugen. Lasst euch also nicht verlocken auf die Schnelle lokal z.B. eine Erhöhung zu beseitigen, das wird euch später viel Arbeit kosten, wenn der Schaden dann überhaupt noch zu begleichen ist.

So sollte dann euer Spannt aussehen, in diesen Bildern schon mit den Erleichterungsbohrungen die im nächsten Kapitel dran kommen. Gut zu sehen auch die Doppel Konkave im Bottom.

DSC_6236 DSC_6235

Nun solltet Ihr sauber verschliffene Spanten sowie einen Stringer vor euch haben. Als nächstes werden die Positionen der Spanten angezeichnet. Dabei sollten die Spanten immer senkrecht zur Tangente der Bottom Kontur des Stringers an der Stelle XY sein damit diese später gut mit den Deck und Botton Leisten verkleben. Als Referenz nehmen wir deshalb die Bottom Kontur, da diese stärker gekrümmt ist und dort es eher zu Abweichungen kommt.

 

Holz Surfboard Bau „Cutting the frame 2“

Im vorherigen Abschnitt habt Ihr bereits Lage für die Einfräßungen auf dem Stringer und den Spanten eures zukünftigen Holz Sufboards vorgenommen, nun kommen wir zu den nötigen Fräß- und Bohr arbeiten.

Entweder Ihr markiert nun zusätzlich auf Spanten und Stringer je die Tiefe der zu erstellenden Einfräßung für die Verklinkung, bewährt hat sich 50/50 also zur Hälfte erfolgt die Einfräßung im Stringer und zur anderen Hälfte im Spant (ganz gut im Bild ersichtlich), oder Ihr arbeitet später mit einem Anschlag an der Fräße.

Spanten-Stringer_Holz_Surfboard

Des weiteren ist es sinnvoll die Positionen aufzuzeichnen. Möglich sind auch Erleichterungsbohrungen im Stringer, allerdings solltet Ihr immer bedenken das der Stringer neben der Schale einen Hauptteil der Last trägt. in unserem Fall. Wir haben in unserem Beispiel auf entsprechende Erleichterungen verzichtet, da das Board meist in Rauen Beachbreaks eingesetzt werden soll. Die Größe der Bohrungen in den Spanten richtet sich nach der Boarddicke, es sollte aber auf jeden Fall ein ausreichend breiter Steg (min. 0,5cm) zwischen Rand der Bohrung und Rand des Spanten stehen bleiben. Wie ihr auf den Bildern seht erreicht man dies gut in dem man die Bohrungen nach außen hin kleiner ausführt. Zum Bohren verwendet Ihr Forstner Bohrer und bohrt erst von oben bis die Spitze des Bohrers unten durchkommt, dreht dann den Spannt und Bohrt den Rest von unten. Dies vermeidet unschöne „Ausreißer“ an den Schnittkanten. Am besten Ihr bohrt auf einer Ständerbohrmaschine, so werden die Bohrungen auch gerade und die Bohrung von unten und von oben treffen sich sauber in der Mitte.

holz_surfbord_bau_fräßer

Am rechten Bildrand sieht man im übrigen ein Spezielles Sägeblatt für Sperrholz. Diese Sägeblätter sägen das doch recht splitteranfällige Holz sehr zuverlässig mit sauberer Kante, die Anschaffung lohnt auf jeden Fall.

 

 

 

Holz Surfboard Bau „Werkzeuge und Materialien“

Zu Beginn des zweiten Teils unseres Holz Surfboard Bau Workshops möchte ich erst einmal auf die benötigten Werkzeuge für den  Surfboard Bau eingehen sowie das Material welches für den Bau benötigt wird beschreiben. Zum Thema Laminieren (Werkzeuge und Material) kommen wir später.

Folgende Werkzeuge werden zum Bau eines Surfboards aus Holz in unserer Bauweise benötigt:

  1. Eine Stich- oder Bandsäge zum Aussägen der Surfboard Spanten und des Surfboard Stringers.
  2. Bohrmaschine, idealerweise Ständerbohrmaschine und einen Satz Forstnerbohrer.
  3. Eine Säge idealerweise eine Japansäge.
  4. Einen Aluwinkel mit Maßleiste sowie einen Maßstab, Schieblehre muss nicht sein ist aber hilfreich.
  5. Schleifpapier Körnung >80 alles gröbere geht zwar schneller hinterlässt aber gerne unschöne Riefen, einen Handschleifer mit wechselbarem Schleifpapier Cuttermesser mit verschiedenen Klingen
  6. Einen Raubankhobel und einen Einhandhobel (da tut es leider nicht die Baumarkt Billigvariante; vom Hobel und dessen gekonnten Einsatz hängt viel ab; gute Hobel gibt es z.B. bei www.feinwerkzeuge.de)
  7. Dremel oder vergleichbaren Handschleifer, da tut es auch die Discounter Version Optional sind
  8. Bandschleifer und Rotationsschleifer dann geht es schneller beim Schleifen
  9. Eine Oberfräße für das Fräßen der Verlinkung von Spanten und Stringer, diese Arbeit kann aber auch mit der Säge und Feile erledigt werden.
  10. Je nachdem ob Ihr für die Beplankung für euer Holz Surfboard fertige Leisten kauft (teuer aber sehr gleichmäßig und genau) oder diese selber zuschneiden wollt benötigt ihr eine Tischkreissäge mit vernünftiger Genauigkeit (je ungenauer desto mehr müsst ihr später schleifen)

Folgendes Material benötigt ihr, die Menge ist abhängig von der Surfboard Größe:

  1. Flugzeugsperrholz (Birke = stabiler, schwerer oder Pappel = leicht, nicht so stabil und schwerer zu verarbeiten) in 8mm Dicke für den Stringer und 6mm Dicke für die Spanten; auch hier gilt keine billige Baumarktqualität sondern gutes Holz, wir kaufen z.B. bei Zembrod (http://www.sperrholzshop.de), dort gibt es wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis. Biegesperrholz, am besten Pappel, gibt es ebenso bei Zembrod in 3mm Dicke für die Rail Basis.
  2. Holz zum Beplanken, wir bevorzugen Paulownia (Holz des Tulpenblütenbaums). Paulownia Holz ist kein Tropenholz sondern wird in Plantagen angebaut auch in Europa, und ist auch als FCS Holz erhältlich. Das Holz ist relativ leicht und lässt sich gut verarbeiten (sägen, schleifen, verleimen etc.) außerdem ist die Harzaufnahme beim Laminieren sehr gering. Das Holz kann in Platten gekauft werden, z.B. 18-20mm stark aus denen sich dann Streifen in 6-8mm dicke mit der Kreissäge schneiden lassen. Geschnittene Leisten sind so weit mir bekannt nicht erhältlich. Wer sich das schneiden der Leisten ersparen will oder einfach keine entsprechende Säge zu Verfügung hat der kann alternativ auf Kiefernleisten zurückgreifen, diese gibt es bereits geschnitten in verschiedenen Stärke und Breiten. Leider ist Kiefer aber viel schwerer und hat zudem den Nachteil das Kiefernholz deutlich mehr Arbeitet wenn es nicht wirklich gut abgelagert ist. Also auch hier gilt wieder, Baumarktware die schnellgetrocknet wurde ist eigentlich tabu.
  3. Kork für die Horz Surfboard Rails, den gibt es als Platten oder besser weil in der Länge variabel zuzuschneiden auf Rollen. Die Dicke sollte 5-6mm betragen, das lässt sich am besten verarbeiten. Bezug z.B. bei http://www.kork-store.de
  4. Eine blaue Hartschaumplatte aus dem Baumarkt oder wer zu 100% bei Holz bleiben möchte Balsa bzw. Paulowniaklötze als Füllstücke für die Nose und das Tail. Wenn Ihr Paulownia als Platte gekauft habt könnt Ihr euch die Klötze bequem selber aus Resten verleimen.
  5. Kleber, wir verwenden im ersten Bauabschnitt Leim für die Holzverklebung. Bewährt hat sich Ponal Holzleim Wasserfest. Daneben benötigt ihr für einige kniffelige Stellen noch 5 Minuten Epoxy.

Das wäre es dann auch „schon“ ! Wenn Ihr den  Baubericht weiter verfolgt werdet Ihr eine Vorstellung von den benötigten Mengen erhalten und könnt diese dann ganz konkret für euer Projekt berechnen. Eventuell gibt es ja die Möglichkeit das Projekt zusammen mit einem Freund/Freundin anzugehen dann könnt Ihr besser vernünftige Mengen einkaufen uns spart Beschaffungskosten.

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Holz Surfboard Bau „Die Planung“

So dann legen wir mal los!
Bevor wir das erste Werkzeug in die Hand nehmen brauchen wir einen Plan. Da unser Board auf einem Gerüst aus einem Stringer sowie mehreren Spanten besteht legt ihr damit gleich den Shape zum großen Teil fest. Es gibt im Netz eine Reihe für private Zwecke frei verfügbare CAD Shape Programme wie Accu Shaper 3d oder Board CAD, natürlich kann man auch mit der Hand Zeichnen wenn man es denn drauf hat.
Der Vorteil der CAD Programme liegt ganz klar in der Möglichkeit seinen persönlichen Shape zum einen in 3D zu betrachten zum anderen das fertige Ergebnis gleich für die Anfertigung der Spanten sowie des Stringers ausdrucken zu können. Daneben bieten diese Programme in der Regel eine Funktionalität zur Überprüfung der Gleichförmigkeit eurer entwickelten Kurven (z.B. Rockerline oder Outline). Ich ergänze das ganze meist noch mit einer von mir entwickelten Excel Lösung zur Glättung z.B. auch der Bodenkurve das vermeidet dann Dellen im Deck oder im Buttom sowie Ungleichförmigkeiten der Outline.
Wer sich das alles sparen möchte der findet  für die genannten Programme auch eine Reihe für den privaten Gebrauch frei verfügbarer Shapes.
In unserem Beispiel werden wir einen Retro Fish 6‘4“ / 21 7/8“/ 2 9/10“ ,den wir auch als Serienboard anbieten, aufbauen. Ich möchte für das Erstlingswerk dringend davon abraten gleich mit einem Longboard oder gar SUP zu starten.
Wir benötigen  nun vom Shape eurer Wahl 1. den Stringer ausgedruckt oder aufgezeichnet, diesen könnt ihr aus den meisten CAD Programmen direkt ausdrucken und 2. die Spanten als Druck. Bei den Spanten wird die Sache schon etwas schwieriger, da diese normal nicht im entsprechenden Abstand/Anzahl vorliegen sondern z.B. bei Board CAD erst erzeugt werden müssen. Damit euer Board Später eine saubere Kontur hat und stabil genug ist empfehle ich alle 15cm einen Spant zu setzen und peinlichst darauf zu achten das der Konturverlauf zwischen den Spanten gleichförmig ist. Eine möglicherweise entstehende Delle durch einen zu hohen Spant an der Stelle XY könnt Ihr später nicht mehr korrigieren. Das Stangengerüst bestimmt nahezu u 100% euer späteres Surfboard in allen 3 Dimensionen.
Des weiteren müsst ihr beachten dass euer Board später mit Holzstreifen beplankt wird und deshalb die Board Dicke in der Kontur um die Stärke der Beplankung (in unserem Fall 2x6mm) zu reduzieren ist.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch nicht näher auf die Nutzung diverser CAD Tools und das Board Design eingehen, sondern mich auf den Handwerklichen Teil fokussieren. Bei Bedarf werde ich dies aber in einem gesonderten Workshop nachziehen.
So das war nun alles recht theoretisch deshalb vorab schon mal ein Bild vom fertigen Spannsatz. Auf die Herstellung gehe ich im nächsten Beitrag ein.

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Holz Surfboardbau Workshop 2014

Nach dem bei uns in letzter Zeit immer mal Fragen zum Thema Holz Surfboardbau angekommen sind habe ich mich entschlossen den Bau eines Boards einmal zu dokumentieren. Ich habe mich bei diesem Projekt dazu entschieden ganz bewusst auf komplexere Werkzeuge oder Vorrichtungen wie wir diese normal beim Bau unserer Boards verwenden zu verzichten. Das Ganze ist also ein echtes Do It Yourself Projekt und sollte von jedem mit dem entsprechenden handwerklichen Können sowie einigen Werkzeugen umzusetzen sein. Das Board welches wir in diesem Workshop aufbauen entsteht im Keller eines Freundes bzw. die Säge und Hobel Arbeiten wurden in einer Garage ausgeführt, also ganz ohne große professionelle Werkstatt. Gerne könnt Ihr mich natürlich auch zu eurem eigenen Projekt kontaktieren.

Ich habe zu diesem Thema auch eine eigene Kategorie angelegt so dass Ihr alle Beiträge gesammelt unter „Holz Surfboard Bau Workshop“ findet.
Wer sich dem Thema nicht stellen möchte und trotzdem gerne ein echtes Holzboard sein Eigen nennen will der kann natürlich gerne auf Produkte von FrancA Surfboards zurückgreifen

 

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FrancA Handmade Wooden Surfboards

Jetzt ist es endlich soweit, Koru Surf geht mit seinem eigenen Surfboard Label auf den Markt. Mit FrancA Surfboards bieten wir euch ab jetzt bei Koru Surf handgearbeitete Holz Surfboards an.

Nach jahrelangem Entwickeln und Optimieren sowohl der Bauweise als auch unserer Shapes bieten wir nun eine Reihe von Holz Surfboards an, die wirklich handmade in Germany sind.

Die von uns gefertigten Boards sind überwiegend Retroshapes mit modernen Einflüssen, weil wir finden, dies passt besonders gut zum Charakter eines Wood Surfboards. Aktuell fertigen wir drei Boards: ein Mini Simmons 6’4″, das Lotos als Twin Fin Disc Design und einen Fish.

Die Boards entstehen auf Basis eines hochwertigen Spantengerüsts aus Flugzeugsperrholz, beplankt mit Einzelleisten aus Paulownia Holz. Paulownia, das Holz des Blauglockenbaums der mittlerweile auch in Europa gezüchtet wird, ist sehr leicht, ähnlich wie Balsa Holz aber es handelt sich um kein Tropenholz. Wie viele Hölzer ist es in Faserrichtung sehr fest, was wir gezielt mit unserer Bauweise ausnutzen. Durch unsere Single Strip Bauweise können wir auch komplexere Bodenkurven wie Single- , Double Concave oder Vee Varianten realisieren. Unsere Holz Surfboards haben ein Rail aus Kork, das gibt uns viel Spielraum beim Railshape und ist außerordentlich stabil auch bei Schlägen gegen das Rail. Ein Holzsurfboard ist im übrigen sehr viel haltbarer als ein Surfboard mit Schaumkern sowohl  beim Surfen als auch beim Transport.

Alle Boards werden mit hochwertigen Werkstoffen wie Epoxyharz  und Glasfasern von R&G Faserverbundstoffe gefertigt. Dabei genügt uns eine dünne Glasfaserschicht, da die meiste Festigkeit aus dem Holzaufbau kommt. Alle Holzverklebungen sind mit umweltfreundlichem und wasserfestem Leim ausgeführt. Abschließend werden die Boards mit einem UV-stabilen Lack auf Wasserbasis versiegelt. Ganz bewusst verzichten wir auf eine High Gloss Oberfläche um Gewicht zu sparen und die Ökobilanz zusätzlich zu verbessern.

Wer will bekommt natürlich auch seinen ganz persönlichen Shape von uns gebaut. Gerne unterstützen wir euch dann bei der Aufbereitung der Entwürfe sowie der Anpassung an die Holzbauweise.

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