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Holz Surfboardbau „Beplankung 2“

Nach dem Ihr nun viele, viele Leisten verleimt habt solle das Deck und der Botton nun beplankt sein. Je sauber Ihr gearbeitet habt desto weniger Schleifarbeit werdet Ihr später haben. Idealerweise sollte die Oberfläche bereits glatt sein wie auf den Fotos,

Sufboard Deck Beplankung

Sufboard Deck Beplankung

Sufboard Deck Beplankung vor dem Finishen

Sufboard Deck Beplankung vor dem Finishen

Holz Surfboard Deck beplankt

Holz Surfboard Deck beplankt

Ein Tipp noch zu den Leisten. Wenn Ihr ein Board z.B. mit starker Deckwölbung oder Konkave baut müsst Ihr die Leisten in diesem Bereich an den Stoßkanten an schrägen. Das ist wichtig um eine saubere Passung der Leisten aneinander zu erhalten und vor allem um zu vermeiden das beim Finishen mit dem Hobel sowie mit dem Schleifklotz nicht Spalten entstehen. Ab nun ist auch Vorsicht beim Spannen des Boards und beim Handling geboten, alle Dellen und Macken die Ihr jetzt in die Oberfläche macht sind nur schwer wieder zu entfernen und bedeuten viel Arbeit.

 

SUP Board Kaufberatung

Koru Surf rät !!!

Koru Surf rät !

Nachdem Stand Up Paddling nun auch in Deutschland endgültig angekommen ist und immer mehr Personen vom SUP Virus infiziert werden glauben wir, ist es an der Zeit für eine ganz neutrale Kaufberatung.

Viele unserer Kunden werden heute geradezu erschlagen von der Vielfalt des Angebotes auf dem Markt. Gab es vor 4-5 Jahren gerade mal eine Hand voll Anbieter die in Deutschland SUP’s zum Verkauf angeboten haben ist die Liste heute schon fast unüberschaubar.

Für die meisten stellt sich jedoch zu aller erst einmal die Frage, welcher Board-Typ passt zu mir. Dabei sollte die langfristige Nutzung im Vordergrund stehen, SUP Boards sind schließlich nicht ganz günstig und haben zudem eine lange Haltbarkeit. Da mittlerweile fast alle Stand Up Paddling Boards, abgesehen von einigen sehr kleinen Wave Boards oder high Performance SUP Raceboards auch vom Anfänger zu beherrschen sind, macht es also durchaus Sinn ein Board zu kaufen auf dem Ihr vielleicht am Anfang noch ein wenig überfordert seid. Unsere Kaufberatung richtet sich also an den Ein- Auf- oder Umsteiger, nicht an die Experten. Die Größenangeben im Text sind auf einen durchschnittlichen SUPer mit ca. 75 Kg bezogen.

Folgende Fragen solltet Ihr Euch stellen:

1. Einsatzbereich: Wo möchtet Ihr später Paddeln?

Welle –> Für alle die bereits Erfahrung mit dem Wellenreiten haben ist ein Hardboard die erste Wahl. Wenn Ihr kein absoluter Experte seid würde ich ein mittelgroßes Board um die 9 Fuß mit ordentlich Breite >=30″ wählen, das gibt euch die Möglichkeit Wellen früh anzustarten, die meisten Manöver zu fahren und auch bei größeren Wellen kein Problem mit dem Handling zu bekommen. Zudem lassen sich SUP Boards dieser Größe auch noch bei kabbeligem Wasser wie es z.B. oft auf Nordsee oder Ostsee gibt gut paddeln.
Für Welleneinsteiger – Hände weg von Hardboards. Auch auf dem SUP benötigt der Einsteiger eine ganze Zeit, um sicher in der Welle zurechtzukommen. Ein Hardboard schließt sich deshalb aus unserer Sicht schon aus Sicherheitsgründen aus, denn ein 11kg SUP Hardboard ist und bleibt ein gefährliches Geschoss, für einen selbst aber auch für andere Surfer im Wasser. Mit einem eher dünnen Inflatable SUP Board mit um die 10 Fuß Länge und ca. 4″ Dicke mit ausreichend Rocker seid Ihr gut beraten. Inflatabels haben erst dann wirklich Nachteile, wenn die Wellen höher als hüfthoch sind oder Ihr radikalere Manöver fahren wollt.

Meer – Downwinder, Streckenpaddeln, Touren –> Für diesen Einsatzzweck bieten sich breitere Raceboards oder Tourenboards an. Die Länge sollte mind. 12 Fuß betragen für küstennahe Touren und kürzere Strecken oder 14 Fuß für die Langstecke und den Einsatz weiter draußen im Meer. Inflatabels sind aus meiner Sicht nur beim küstennahen Paddeln z.B. in den Schären Schwedens zu vertreten, auch wenn mir bis dato noch kein Board auf dem Wasser zu Schaden gekommen ist. Das Risiko eines Luftverlustes bleibt und damit wäre die eigene „Rettungsinsel“ verloren.

Flachwasser – Seen, langsame tiefe Flüsse, ruhiges Meer, küstennah –>Entweder Raceboard oder ein Longboard Shape >=11 Fuß je nachdem, wo Euer Schwerpunkt liegt. Wer es sportlicher mag greift zum SUP Race Baord, wer eher relaxtes Surffeeling sucht nimmt das SUP Longboard. Ob Inflatable oder Hardboard ist dann eine Glaubensfrage oder abhängig vom Thema Transport und Lagerung.

Fluß – Flußwandern, Wildwasser –> Ganz klar die Zeit für das Inflatable, sowohl auf Grund der Fahreigenschaften als auch auf Grund der Unverwüstlichkeit. Dazu kommt, dass bei vielen Flusstouren ja auch der Rücktransport geregelt sein will, z.B. im Zug was mit dem iSUP kein Thema ist. Ideal sind mittelgroße iSUP’s um die 9’5″ mit >=30″ Breite und 6″ Dicke. Durch das zusätzliche Volumen und die Breite bekommt Ihr mehr Sicherheit in der Strömung und bei Manövern.

Mischbetrieb –  Ihr fahrt gerne auf dem örtlichen See, macht mal eine Flußtour und würdet im Urlaub auch gerne mal das Wellenreiten mit dem SUP testen ?!
Ich würde persönlich einen SUP Longboard Shape empfehlen, mit ca. 10’6″ – 11’6″ Länge und schlankerer Outline ( Breite bis ca. 30′). Hardboard oder iSUP ist eine Frage der Vorlieben oder des primären Einsatzbereiches sowie des Transports und der Lagerung.

2. Lagermöglichkeiten

Geräumiger Lagerplatz mit direktem Zugang –> Solltet Ihr einen Lagerplatz zu Verfügung haben der mind. der SUP Boardlänge entspricht und gut zugänglich ist, könnt Ihr Euch für ein Hardboard entscheiden. Vorsicht ! Boards ab ca. 9-10 Fuß Länge lassen sich in der Regel nicht durch ein übliches Treppenhaus bugsieren.

Wohnräume, Keller –> Wer lediglich einen Keller oder den Wohnraum zu Verfügung, hat muss sich in der Regel für ein Inflatable SUP entscheiden. Es sei denn, er stellt sein SUP gerne schmückend ins Wohnzimmer.

3. Transportmöglichkeiten

Wer sich für ein SUP Hardboard entscheidet sollte über einen ausreichend großen PKW verfügen sowie einen Dachträger. Nachmessen macht auf jeden Fall Sinn, man sollte bedenken dass ein Board auf dem Dachträger nach Straßenverkehrsordnung nur einen bestimmten Überhang haben darf ohne kennzeichnungspflichtig zu sein.
i-SUP’s passen dagegen in jeden PKW und lassen sich auch problemlos in öffentlichen Verkehrsmitteln befördern und sogar für den Urlaub im Flugzeug.

Offene Fragen?

Ich hoffe Euch mit diesen Kriterien einen ersten Anhaltspunkt für die erst einmal herstellerunabhängige Wahl eines SUP Boardes gegeben zu haben.
Gibt es noch offene Fragen? Kein Problem, meldet Euch einfach bei uns. Die Kontaktdaten findet Ihr auf unseren Shopseiten.

www.Koru-Surf-Shop.com

 

 

 

iSUP Ventil-Stellung beachten

Falsch geschraubt heißt neu gepumpt !
iSUP Paddler aufgepasst – ist Euch das auch schon mal passiert?

Heut ist es gekommen. Ich hab schon sehnsüchtig drauf gewartet. Mein erstes Inflatble SUP – das ten six von Red Paddle. Sonnenschein, 25 Grad. Perfekt. Genau das richtige Wetter für die erste Tour. iSUP (gut verpackt im Rucksack) ins Auto gelegt und los geht’s zum See. iSUP auf der Wiese ordentlich ausgelegt, die Finnenschützer (Mini-Schwimmflügel) abgezogen, Schlauch und Pumpe zusammengesteckt. Ventil aufgeschraubt, Pumpenschlauch angeschlossen.
Ich beginne zu pumpen. Geht ja ganz einfach. Nach einer kleinen Weile ist es nicht mehr so leicht. Ungewohnte Bewegung für die Arme. Ist bestimmt ein super Arm-Training. Weiter pumpen. Es ist warm. Das Manometer zeigt noch gar nichts. Ob es kaputt ist? Das board bläht sich doch schon auf. Weiter pumpen. Es wird schwerer. Ist das heiß. 25 Grad. Ich pumpe deutlich langsamer. Mal die Technik verändern. Arme lang lassen und dafür die Knie beugen beim Pumpen. Das geht gut. Das Manometer ist wohl doch in Ordnung. Bin gleich bei 15 psi. Mann ist das anstrengend. Frank fragt, ob mir warm ist, weil ich so rot bin. Und ob sie mich ablösen soll. Jetzt wo ich gleich fertig bin. Nö, geht schon. Ist nicht schwer. Ich mach noch 3 Hübe. Und … fertig. Jetzt schnell noch den Schlauch weg und dann ab aufs Wasser, ich brauch Abkühlung.
Pumpen-Schlauch abdrehen. Pfffffffff. Raus die Luft…..
OH NEIN … !

Woran lag’s? Das Ventil war nicht in der richtigen Stellung. Beim Aufpumpen muss das Ventil immer entriegelt sein, sonst hat es keinen Rückschlag. Schaut mal auf die Fotos.

 

iSUP Ventilstellung

iSUP Ventilstellung

Das passiert mir nur einmal …

Anke

Test Naish Hele Paddel

Das Naish Hele Paddel 2014 ist ein Paddel des mittleren Preissegmentes. Der Schaft besteht zu 30% aus Carbon Verstärkungen, der Rest ist Glasfaser verarbeitet  mit Epoxy. Es gibt zwei Versionen – eine 3 teilige und eine Vario Version. Wir haben die Naish Hele Vario Version getestet und würden diese auch empfehlen. Der Hintergrund ist, dass es bei vielen 3 teiligen Paddeln nach gewisser Zeit zu Spiel in der unteren Steckung kommt und diese dann nicht mehr 100% verdreh sicher sind. Beim Naish Hele Vario Paddel löst Naish das Problem Verdrehsicherung durch eine Nut im Vario Teil, in die eine Führung eingreift, zusammen mit dem Klemmmechanismus. Das ist absolut verdreh sicher und stabil. Das Paddel lässt sich in jeder beliebigen Länge arretieren, es gibt keine Rasterung wie dies bei einfacheren Paddeln der Fall ist, bei denen ein Stift in den Auszugsteil einrastet.

Das Paddelblatt des Naish Hele ist ein CNC geschnittener Kern der mit Glasfaser beschichtet ist und in einer Form hergestellt wird. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig.

Was sofort auffällt, ist das sehr geringe Gewicht dieses Paddels von gerade mal 730g, vergleicht man das z.B. mit einem Red Paddle Glass Paddel so sind das ganze 200g weniger Gewicht und das bemerkt auch der nicht Profi schnell an der reduzierten muskulären Anstrengung, wenn er erst mal 1h am Stück unterwegs war. Deshalb ist das Paddel auch für Frauen besonders gut geeignet.

Der Verstell-Mechanismus ist leichtgängig und muss unter Umständen leicht eingestellt werden, dazu reicht ein Schraubendreher um die Einstellschrauben für die Klemmspannung leicht anzuziehen. Richtig eingestellt wird die Klemmung dann nur noch über einen Hebel bedient und lässt sich auch auf dem Wasser leicht festgestellt.. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass keinerlei Klemmgefahr besteht.

Das Paddel lässt sich sehr ergonomisch Paddeln – dazu trägt ebenso das eher kleiner ausfallende 8,5″er Paddelplatt bei wie der Shaft, der etwas weicher ausfällt als im Vergleich zu einem Alu oder Carbon Paddel. Aus meiner Sicht ist dies aber kein Nachteil und gerade für die Zielgruppe Freizeitpaddler sehr gut dimensioniert. Das Paddelplatt ist recht dünn,  was das Erreichen und Halten einer hohen Paddelfrequenz sowie das saubere Setzen des Paddels erleichtert. Auch beim Einsatz in der Welle hat sich das Naish Hele bewährt, auch wenn dabei etwas mehr Steifigkeit von Vorteil wären.

Bei einem Preis von 179.- € ist das Paddel für alle, die sich selber ein Board zulegen und dabeibleiben sicher eine echte Empfehlung, es muss  nicht immer Carbon sein….
Einziges Manko für Design Liebhaber ist der zwar ergonomisch geformte, aber etwas einfach anmutende Paddelgriff.  Hat etwas von einer gelber Gummiente ….

Wir setzen auch das Naish Hele Vario Paddel bei unseren SUP-Kursen am Rothsee ein. Gerne könnt Ihr dabei dieses Paddel auch selber testen.

Naish SUP Paddel Hele Vario im Test

Naish SUP Paddel Hele Vario im Test

Naish SUP Paddel Hele Vario

Naish SUP Paddel Hele Vario

 

 

SUP Paddel / Franca Waveblade Prototyp

Nachdem unser erster Prototyp für ein SUP Paddel gerade noch rechtzeitig zum Testival in Dänemark fertig geworden ist, haben wir nun ausgiebig Zeit zum Testen.

Das FrancA Waveblade ist ein Paddel in Gemischtbauweise Holz-Kevlar-Glass. Mit 750g gehört es sicher zu den leichten Paddeln, auch wenn es nicht ganz bei seinen Carbon Konkurenten mithalten kann. Dafür ist das Paddel gnadenlos stabil und steif. Die Serienversion rechnen wir zudem mit weiteren 50g Gewichtseinsparung und an der Optik wird natürlich auch noch gefeilt.

Auf den nachfolgenden Bildern seht Ihr den getesteten Prototyp.

Features:

  • 7,5″ Blatt – Sichtseite Bamboo, Kevlarbeschichtung auf der Zugseite
  • Umlaufende Kevlar Verstärkung am Blattrand als Schlagschutz
  • Kiefernholz Schaft mit innliegender Kevlar Roving Verstärkung
  • Swallow Tail Paddelplatt Design
FrancA Waveblade Bamboo

FrancA Waveblade Bamboo

FrancA Waveblade SUP Paddel

FrancA Waveblade SUP Paddel

FrancA Waveblade SUP Paddel Blatt

FrancA Waveblade SUP Paddel Blatt

FrancA Waveblade Griff

FrancA Waveblade Griff

Ziel war es, ein SUP Wave Paddel zu entwickeln das sehr robust ist und ein effektives und hochfrequentes Anstarten der Welle zulässt. Beide Ziele konnten zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden. Durch das schlanke Blatt mit dem Swallowtail Design mit wenig Auftrieb löst sich das Paddelblatt leicht aus dem Wasser und erlaubt ein schnelles Beschleunigen und eine hohe Paddelfrequenz. In der Welle kann man das SUP Paddel gezielt zur Unterstützung des Turns setzen und sich dank der hohen Steifigkeit gut abstützen. Trotz des dünnen Paddelblattes, das aber kein Profil besitzt, kommt es kaum zum Verschneiden wie sonst oft bei stark profilierten Blättern der Fall ist.

Aus unserer Sicht ein rund um gelungener Entwurf den es nun noch in Serienqualität umzusetzen gilt. Wir peilen für das Paddel auf jeden Fall auch einen sehr attraktiven Preis an. Sicher wird es auch noch eine Flachwasser Version geben, Ihr dürft schon mal gespannt sein.

 

Holz Surfboard Bau „Montage des Rail Base“

Nach dem euer Holz Surfboard Frame nun Ausgerichtet ist und Ihr den Nose und Tail Block in der Outline in Form geschliffen habt gilt es das Surfboard Rail Base zu erstellen.

Dazu verwenden wir Biegesperrholz. Biegesperrholz ist wie gewöhnliches Sperrholz aus Schichten verleimt, dabei ist die Faserrichtung der einzelnen Schichten jedoch gerichtet und quer zur Biegerichtung. D.h. Beim Kauf auf die Faserrichtung achten, diese wird immer mit angegeben. Wir verwenden 3mm Biegesperrholz, das reicht völlig das es lediglich die Basis für die Kork Rails darstellt und keine größeren Belastungen aushalten muss. Das Biegesperrholz muss für die bei einem Surfboard üblichen Biegeradien nicht angefeuchtet oder mit Dampf verarbeitet werden.

Nun benötigt ihr einen Streifen Sperrholz für jede Seite, dieser muss quasi die Abwicklung der Rockerline über die Outline darstellen. Wenn Ihr nur einen geraden Streifen schneidet kann dieser nicht dem Rocker Folgen, also Vorsicht!

Die Sperrholzstreifen werden nun am Frame verleimt, dies sollte weitgehendst spannungsfrei erfolgen damit kein Verzug ins Rail kommt oder die Rail-Kontur später Dellen zeigt. Am besten man verwendet zum Verkleben angedicktes Harz und hält das Rail wie dargestellt mit Holzresten und Zwingen in Form.

Surfboard Nose Block mit Rail Base

Surfboard Nose Block mit Rail Base

Ist die Verklebung fest, muss der Überstand abgeschliffen werden so das dass Rail der Rockerline folgt. Dazu solltet Ihr einen langen Schleifklotz verwenden und diesen immer über große Bereiche führen, so vermeidet Ihr punktuelle Unebenheiten

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FrancA Surfboard Moro 6’4″ – Handmade Wooden Surfboards

Ich habe den Winter wieder mal fürs kreative Schaffen genutzt und deshalb wird ab Mai 2014 ein neuer Surfboard Shape das Portfolio von FrancA Surfboards ergänzen. Natürlich handelt es sich dabei wieder um ein „Handmade Wooden Surfboard“ .

Beim Moro 6’4″ handelt es sich um modifiziertes Retro Fish design. Wir haben dem Board etwas mehr Nose Rocker mitgegeben so dass auch hole Beachbreaks kein Problem sind. Ebenso gibt es viel Tail Rocker und harte Rails im hinteren drittel für enge kraftvolle Turns. Das Board hat einen klassischen Twin Finnen Setup, eine leichte Single Concave im Nosebereich die dann in eine tiefe Double Concave übergeht. Ausgerüstet ist das Board mit klassischen Retro Twin Fins und FCS System.

 

 

 

Holz Surfboard Bau Nose und Tail Block

Bevor Ihr nun mit der Beplankung weitermacht solltet Ihr euch Gedanken über Nose und Tail eures Designs für das Holz Surfboard machen.

Je nach Formgebung und Stabilitätsansprüchen könnt Ihr entweder nun direkt beplanken oder zusätzlich einen Nose – Tail Block einbauen. Ich empfehle das Zweite. Der Block in Nose und Tail erleichtert das Arbeiten enorm und bringt viel Stabilität, zudem werdet Ihr ein damit verstärktes Board nicht so schnell beschädigen. Die einzubauende Verstärkung sollte entweder aus leichtem Balsaholz, Paulownia oder Hartschaum sein, je nach dem wie puristisch man den Holz Surfboard Bau gestalten möchte. Wir haben auf den Bildern Hartschaum verwendet, das hat sich auf den Fotos gut gemacht und lässt sich sehr leicht bearbeiten.

 

Tail Block Fish Design

Holz Surfboard Tail Block Fish Design

Dazu sägt Ihr aus dem jeweiligen Material die Form des Tails bzw. der Nose aus. Vorsicht, wir bauen ja später noch ein Rail aus Kork, d.h. ihr müsst von eurer endgültigen Outline des Holz Surfboards die Dicke des Kork Rails abziehen und die sich daraus ergebende Kontur aufzeichnen. Mit einem CAD Tool ist das einfach möglich, geht aber auch gut mit der Hand und einer Kurvenschablone. Wir haben z.B. für alle unsere Boards Templates aus Sperrholz mit denen sich die Konturen sauber übertragen lassen. Auf dem Foto seht ihr Railseitig zwei Linien. Die innere ist die Schnittkontur für den Zuschnitt des Klotzes die Äußere haben wir nur mal aufgemalt um darzustellen wie das Ganze dann incl. Korklrails aussieht. Ist natürlich nicht notwendig, und sollte nur der besseren Darstellung dienen.

Der in Form gesägte Klotz wird dann mit Epoxy am Frame verklebt und danach in Kontur (Bottom  / Deck) verschliffen. Die Kontur muss gut passen, da später eure Beplankung direkt auf dem Füllklotz verleimt wird.

Tail Block Fisch Design Finished

Tail Block Fisch Design Finished

Surfboard Nose

Surfboard Nose

Wenn Ihr ohne Nose und Tail Block bauen wollt könnt Ihr diesen Schritt überspringen und gleich den Nächsten Abschnitt „Montage des Rail Base“ ansteuern.

Für das Verkleben der Füllblöcke verwenden wir immer 5min Epoxy, die Festigkeit reicht in diesem Fall auf jeden Fall und es hat den Vorteil das man nicht umständlich mit Zwingen etc. arbeiten muss sondern das Teil einfach für ein paar Minuten  mit der Hand in Position hält.

 

 

Holz Surfboard Bau „Beplankung 1“

Nach dem nun unser Frame das Herzstück eines Holz Surfboards fertig gestellt ist und ihr zumindest eine Helling erstellt habt kann es fasst schon ans Beplanken gehen. Für die Beplankung des Surfboard Decks sowie des Bottoms benötigen wir wie bereits im Material Teil beschrieben die entsprechenden Leisten. Die Leisten sollten 5-6mm stark sein. Die Breite hängt vor allem davon ab wie komplex eure Deck und Bottom Kontur ist. Wenn ihr ein Surfboard in Holzbauweise mit starker Deckwölbung und Konkaven im Bottom baut sollten die Leisten max. 18mm breit sein, andernfalls werdet ihr nur mit viel Aufwand eine saubere gleichförmige Oberfläche erstellen können.

Wir schneiden aus einer 18mm Paulownia Leim Holz Platte die Streifen auf einer Tischkreissäge in 6mm stärke. Wenn ihr mit einer Tischkreissäge nicht vertraut seid solltet ihr das allerdings besser lassen und fertige Leisten kaufen. Das hantieren mit der Säge ist gerade beim schneiden von dünnen Leisten nicht ungefährlich. Je gleichförmiger eure Leisten geschnitten sind (Dickenschwankung) desto weniger müsst ihr später hobeln und schleifen.

DSC_6240

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Die geschnittenen oder gekauften Leisten klebt ihr zur Lagerung am besten mit Kreppband zu kleineren Bündeln zusammen so verziehen sie sich nicht.

Des weiteren benötigt Ihr für die nächsten Schritte eine genügend große Anzahl Schraubzwingen. Mindestens so viele wie Ihr Spanten für euer Board verwendet plus 2 Zwingen für Tail und Nose. Hilfreich sind auch zusätzlich 5-10 Einhand-Zwingen mit Federspannung, mit diesen lässt sich schnell mal eine Leiste provisorisch befestigen bis die Zwingen dann sauber positioniert sind.

 

Holz Surfboard Bau “ Bau einer Helling“

Nach der Erstellung des Frames wollen wir erst mal einige Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise anstellen. Um am Ende ein Verzug freies Holz Surfboard zu erhalten benötigen wir spätestens jetzt eine stabile ebene Arbeitsunterlage sowie eine Helling. Als Arbeitsunterlage bieten sich z.B. MDF oder dickere Spanplatten an die auf einem Rahmen aus massiven Kanthölzern ( z.B. 100×50 mm ) verschraubt werden. So aufgebaut wird eure Arbeitsunterlage auch dann nicht nachgeben wenn ihr z.B. beim Spannen von Bauteilen Kraft in die Unterlage einleitet.

Bauunterlage

Bauunterlage

Des weiteren empfiehlt es sich den Aufbau auf einer Helling fortzusetzen. In der einfachsten Form sind das Leisten die an den Spanten das Frame unterstützen. Diese müssen genau so dick sein das sie den Rocker am jeweiligen Spant ausgleichen. Da ihr das Board ja von oben und von unten beplankt benötigen wir diese Unterlagen auch für das auf dem Deck liegende Board.

Auf dem Bild seht Ihr die provisorische Helling aus einem anderen Wood Surfboard Projekt.

Vereinfachte Surfboard Helling

 
Vereinfachte Surfboard Helling

Eine derartige Hilfshelling hat aber viele Nachteile. Zum einen müsst ihr während des Baus beim wenden des Boards immer umständlich die Helling um schrauben, zum anderen bietet eine solche Helling wenig Platz um die Beplankungsleisten sauber zu spannen. Deshalb würde ich eine etwas aufwendigere Variante empfehlen. Diese Helling entsteht aus Gewindestangen die in der Bauplatte verschraubt werden sowie Querträgern welche sich dann über die Gewindestangen mittels Muttern in der Höhe verstellen lassen. Mit dieser Konstruktion könnt ihr zum einen das Board deutlich höher positionieren, was Platz für die Zwingen schafft, und die Helling lässt sich wunderbar an jede beliebige Rockerkurve anpassen.

Holz Surfboard Bau Helling

Helling 2 Helling 1

Die Abstände der Stützlatten entsprechen den Abständen der Spanten, so dass jeder Spant direkt unterstützt wird und beim Spannen der Beplankungsleisten die Kraft der Zwingen über die Spanten in die Stützlatten eingeleitet wird. Diese Anordnung ist wichtig denn dadurch vermeidet Ihr Verzug.

Ist eure Helling so weit aufgebaut solltet Ihr diese so einstellen das dass Board erst einmal auf dem Bottom liegt und alle Spanten sauber unterstütz sind. Die Nose sowie das Tail sollten ca. 5-10cm über der Arbeitsplatte den niedrigsten Punkt bilden.