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Test – Prolimit Hydrogene Dry Suit

Testbericht Prolimit Hydrogene Dry Suit

Immer mehr Wassersportler wollen, dank der bei uns meist recht milden Temperaturen im Winter, die Saison ausdehnen und auch zu dieser Jahreszeit  paddeln, windsurfen oder kiten. Gerade für die vom Wind abhängigen Sportarten bieten sich aktuell die Winter ja geradezu an, war doch die letzten Jahre der beste Wind meist von November bis März und nicht im Sommer oder Herbst. Um diesen Wunsch auch in die Realität umsetzen zu können und bei kühlen Temperaturen den Spaß nicht zu verlieren benötigt es die richtige Ausrüstung. Wir haben bereits letztes Jahr eine Trocken – Kombination aus Hose und Jacke von Camaro getestet und wollen nun mit dem Test des Prolimit Anzuges Hydrogene eine weitere Alternative aufzeigen.

Technische Features und Ausstattung:

Der Prolimit Anzug ist ein einteiliger Trockenanzug auch wenn die Optik auf einen Zweiteiler hindeutet. Es handelt sich aber bei der sichtbaren Teilung lediglich um ein Designfeature. Das verwendete Material wird vom Hersteller als 4 -Layer atmungsaktives Mikrofasermaterial bezeichnet. Dabei besteht die Oberfläche aus einem sehr verschleißfesten Material, das vergleichbar ist mit Cordura.
Alle Nähte sind als Flachnaht sehr sauber verarbeitet und logischerweise gedichtet, sowie innen nochmals zusätzlich abgeklebt.
Die Dichtmanschetten an den Beinen und am Hals sind aus Gummimaterial, die an den Armen aus kaschiertem Neopren. Der Trocken Reißverschluss verläuft quer über die Brust von der rechten Achsel bis zur linken Schulter. Ein zusätzlicher Kragen mit Klettverschluss bietet nochmals ein Plus an Windschutz für kalte Tage.

Der Prolimit Hydrogene Dry Suit ist nur als Herren Version erhältlich, nicht als spezifische Damen Version. Allerdings ist der Anzug quasi als unisex-Modell geschnitten und  als Frau problemlos tragbar. Beachtet werden sollte dabei allerdings die Beinlänge da der Anzug relativ kurz ausfällt, also lieber eine Nummer größer wählen für genug Bewegungsfreiheit.

Funktionstest:

Getestet wurde der Anzug beim Stand Up Paddling und beim Windsurfen. Der Hersteller bewirbt den Anzug für den Einsatz in den Wassersportarten Kite- & Windsurfen, Surfen und Multisport.

Anziehen:
Der Hydrogen Dry Suit lässt sich, dank des großen Reißverschlusses sehr leicht anziehen. Anfangs ist der Trocken-Reißverschluss etwas schwergängig, was sich aber sofort nach Behandlung des Reißverschlusses mit dem beiliegenden Pflegemittel legt. Der Anzug sitzt recht locker und fühlt sich ein wenig groß an, dies ist aber auch erforderlich, da ein Trockenanzug in dieser Ausführung praktisch nicht flexibel ist und die Beweglichkeit nur aus der leichten Übergröße des Anzuges kommt. Es können je nach Temperatur problemlos auch mehrere Schichten unter dem Anzug getragen werden. Besonders eignet sich Fleece Bekleidung und Funktionswäsche.

Im Einsatz:
Beim Paddeln bietet der Hydrogen Dry Suit viel Beweglichkeit und ist sehr komfortabel. Was am meisten erstaunt, ist die Atmungsaktivität. Diese war bei der Trockenkombination von Camaro noch verbesserungsfähig, beim aktuellen Prolimit Hydrogen Anzug ist sie vorbildlich. Richtig angezogen unter dem Anzug bleibt man komplett trocken und unverschwitzt.

Auch beim Windsurfen bewährt sich der Anzug super. Er lässt sich problemlos mit einem Trapez und einer Auftriebs- oder Prallschutzweste tragen. Auch beim Windsurfen ist die Bewegungsfreiheit völlig ausreichend.

Der Anzug hat bis dato problemlos dicht gehalten, was wir beim Windsurfen auch aktiv und unfreiwillig mit dem ein oder anderen „Einschlag“ getestet haben. Wichtig ist natürlich, dass die Manschetten sauber auf der Haut aufliegen und die Neopren Schuhe immer über und nie unter der Dichtmanschette am Bein getragen werden.

Da der Anzug praktisch wie ein Gore – Kombi mit Abdichtung arbeitet, ist er auch nur so warm wie man sich darunter anzieht. Wir haben z.B. bei 5° C Wassertemperatur und 4°C Außentemperatur mit 2 Schichten Fleece Funktionswäsche gute Erfahrungen gemacht. Dank der guten Atmungsaktivität gibt es praktisch auch keinen Wärmestau.

Unser Fazit:
Sehr empfehlenswert!

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